SG Flensburg Handewitt v SC DHFK Leipzig  - DKB HBL
Christian Prokop steht offenbar als neuer Trainer der Bad Boys fest © Getty Images

Die Nachfolge von Dagur Sigurdsson ist offenbar endgültig geklärt. Doch der DHB und Christian Prokops Klubs DHfK Leipzig wollen das bei SPORT1 nicht bestätigen.

Christian Prokop wird nach SID-Informationen als Nachfolger von Dagur Sigurdsson neuer Bundestrainer der deutschen Handballer.

Der 38 Jahre alte Trainer des Bundesligisten SC DHfK Leipzig wird demnach das Amt am 1. April antreten und parallel dazu bis zum 30. Juni weiter in Leipzig arbeiten.

SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar, Aufsichtsratsmitglied in Leipzig, erklärte, dass "überhaupt nichts spruchreif ist. Es wird immer noch verhandelt und miteinander gesprochen", sagte Kretzschmar bei SPORT1.

Noch kein Ergebnis erzielt

Auch Leipzigs Geschäftsführer Karsten Günther bremste bei SPORT1: "Das ist auf keinen Fall richtig. Es gibt keinen neuen Stand. Wir müssen erst noch ein Ergebnis erzielen." Ob ein kurzfristiger Doppeljob Prokops für den DHfK akzeptabel wäre, wollte er nicht preisgeben. 

Der Deutsche Handball-Bund mauert weiterhin. "Vom DHB gibt es dazu keinen Kommentar", sagte Pressesprecher Tim Oliver Kalle am Dienstagvormittag zu SPORT1. "Es gibt dann eine offizielle Mitteilung, wenn die Dinge unter Dach und Fach sind", sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann der Deutschen Presse-Agentur.

Biegler soll Leipzig übernehmen

Ab dem 1. Juli soll dann in Personalunion Frauen-Bundestrainer Michael Biegler den Leipziger Klub übernehmen und nach der Frauen-WM im Dezember in Deutschland ausschließlich bei dem Bundesligisten tätig sein. Prokop galt seit längerem als Favorit auf den Posten. Zudem wurde auch der frühere Nationalspieler Markus Baur gehandelt, aktuell Coach von Bundesligist TVB 1898 Stuttgart.

"Der DHfK wird Christian Prokop nicht die Zukunft verbauen", wird Kretzschmar in der Sport Bild zitiert. Und "Michael Biegler ist einer der besten Trainer, die ich kenne. Er würde ideal nach Leipzig passen, das hat er ja schon bewiesen, als er uns 2013 in sechs Spielen in der 2. Liga vor dem Abstieg gerettet hat. Von daher wäre eine Konstellation mit Biegler vorstellbar - das steht außer Frage".

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