Auch Spitzenreiter Flensburg stolpert bei Favoritenschreck SC Magdeburg. Das Unentschieden in einem hart umkämpften Duell macht den Titelkampf in der DKB HBL wieder spannender.

Rückschlag für Flensburg im Titelkampf: Der SC Magdeburg hat Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt einen Punkt abgeknöpft und damit das Titelrennen in der DKB HBL wieder etwas spannender gemacht.

In der Spitzenpartie des 24. Spieltags kam der Tabellenführer gegen den zuletzt achtmal in Serie siegreichen SCM nicht über ein 26:26 (14:14) hinaus.

Magdeburg seit neun Spielen ungeschlagen

Dabei können die Flensburger von Glück reden, noch einen Punkt aus Magdeburg entführt zu haben. Der SCM, der zuvor bereits Rekordmeister THW Kiel und den amtierenden Titelträger Rhein-Neckar Löwen geschlagen hatte, kam besser in die Partie und verlangte den Flensburgern einiges ab.

"Dass wir auch gegen Flensburg nicht verloren haben, zeigt, dass wir im Team gewachsen sind und uns auch von Rückschlägen nicht zurückwerfen lassen. Unsere Serie baut auch auf, sodass wir mit breiter Brust in die nächsten Spiele gehen können", sagte Magdeburgs Torhüter Dario Quenstedt nach der Partie bei SPORT1.

Flensburg mit Schwierigkeiten

Die SG tat sich in der ersten Hälfte sichtlich schwer gegen eine extrem bewegliche Magdeburger Mannschaft, die vor allem über Tempogegenstöße erfolgreich war. Dass es trotzdem mit einem Unentschieden in die Halbzeitpause ging, hatten die Flensburger vor allem ihrem Torwart Mattias Andersson zu verdanken, der in der ersten Hälfte die Lebensversicherung für den Spitzenreiter war.

Insgesamt wirkten die Magdeburger frischer und ließen auch hinten wenig zu - zwischenzeitlich führten sie sogar mit drei Toren Vorsprung.

Doch die Flensburger ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, sodass sich in der zweiten Halbzeit ein hart umkämpftes Spitzenspiel entwickelte, indem sich keiner der beiden Teams entscheidend absetzen konnte.

Kurz vor Schluss musste Magdeburg dann sogar noch zittern, Flensburg hatte die Chance zum Siegtreffer, doch SCM-Torhüter Quenstedt packte eine unglaubliche Parade aus. So blieb es beim 26:26.

"Es ist ein verdienter Punkt. Wir haben uns zurückgekämpft ins Spiel. Das Unentschieden ist vom Spielverlauf her gerecht. Deswegen können wir zufrieden sein, auch wenn wir viele Sachen nicht gut gemacht haben", sagte Flensburgs Torwart Andersson bei SPORT1.

Auch Weltmeister Kentin Mahe zeigte sich bei SPORT1 zufrieden: "Wir können stolz auf uns sein, so gekämpft zu haben. Wir haben hier einen Punkt mehr erkämpft als unsere direkten Konkurrenten um die Meisterschaft. Wir haben alles selber in der Hand."

Dreikampf um die Meisterschaft

Die SG, die seit 13 Spielen ungeschlagen ist, liegt mit nunmehr 42:4 Punkten vor dem THW Kiel (38:8) und Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen (37:5). Der Titelkampf ist also noch nicht entschieden.

Die Magdeburger bleiben mit 33:15 Punkten auf dem fünften Rang und somit in Reichweite zum vierten Platz, der die Qualifikation für den EHF-Cup bedeuten würde.

Flensburgs beste Werfer waren Lasse Svan Hansen mit sechs sowie Holger Glandorf und Kentin Mahe mit jeweils fünf Toren. Für den SCM trafen Robert Weber (7) und Michael Damgaard (6) am besten.

In den anderen Partien des 24. Spieltags setzten sich die Füchse Berlin zu Hause gegen die HSG Wetzlar durch und Frisch Auf Göppingen feierte einen wichtigen Sieg beim Schlusslicht HSC 2000 Coburg. Der zwölfmalige deutsche Meister VfL Gummersbach allerdings verpasste gegen die MT Melsungen einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf.

Die Partie im Stenogramm:

SC Magdeburg - SG Flensburg-Handewitt 26:26 (14:14)
Tore: Weber (7/3), Damgaard (6), Musche (5), Musa (3), Christiansen (2), O'Sullivan (1), Zelenovic (1), Bezjak (1) für Magdeburg - Svan Hansen (6), Glandorf (5), Mahé (5), Lauge Schmidt (4), Eggert (3/1), Toft Hansen (2), Heinl (1) für Flensburg-Handewitt
Zuschauer: 6800

Weiterlesen