Der Trainer der SG Flensburg-Handewitt, Ljubomir Vranjes, steht beim ungarischen Rekordmeister Veszprem auf der Wunschliste. Vranjes bestätigt bei SPORT1 das Interesse.

Bundesliga-Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt muss sich möglicherweise nach einem neuen Trainer umsehen.

Coach Ljubomir Vranjes hat nach dem 24:24-Unentschieden gegen die MT Melsungen am Dienstag gegenüber SPORT1 bestätigt, dass seit dem Champions-League-Erfolg der Flensburger 2014 zahlreiche Top-Klubs bei ihm anklopfen.

Am heißesten scheint aktuell das Interesse des ungarischen Rekordmeisters Veszprem.

Und die hohe Belastung in der DKB HBL lässt Vranjes tatsächlich über einen Abschied aus Flensburg nachdenken, obwohl er mit der SG zur Winterpause die Liga anführt.

"Ich bin müde", sagte Vranjes nach dem letzten Bundesligaspiel vor der Winterpause. "Wenn wir mit dieser Schlagzahl weitermachen, sind wir alle bald halb tot."

In der ungarischen Liga hält sich die Belastung im Gegensatz zur deutschen Spitzenliga in Grenzen.

Vertrag bis 2020 in Flensburg

Der Vertrag des 43-Jährigen beim amtierenden Vize-Meister läuft noch bis 2020 - ohne Ausstiegsklausel.

"Solche Anfragen sind wir seit dem Champions-League-Sieg 2014 fast schon gewohnt", sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke in der Halbzeitpause der Bundesligapartie gegen Melsungen bei SPORT1. "Ljubomir hat bei uns einen Vertrag bis 2020, mehr kann ich dazu aktuell nicht sagen."

"Ich bin teuer"

Vranjes selbst kommentierte die Laufzeit seines Vertrages dann doch: "Das haben wir extra so gemacht, damit Flensburg auch ein bisschen was davon hätte", sagte er und fügte lachend hinzu: "Ich bin teuer."

Der Erfolgscoach gewann mit der SG 2014 die Champions League, ein Jahr später holte er mit den Flensburgern den DHB-Pokal. Vor zwei Jahren wurde Vranjes zum Welttrainer des Jahres gewählt.

Auch der französische Weltklasse-Klub Paris Saint-Germain, für den seit dieser Saison DHB-Kapitän Uwe Gensheimer aufläuft, hatte bereits Interesse an Vranjes bekundet.

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