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Diego Maradona wil sich für Lionel Messi einsetzen © Getty Images

Nach der Vier-Spiele-Sperre gegen Lionel Messi meldet sich Diego Maradona zu Wort. Der Ex-Star will ein gutes Wort bei FIFA-Chef Gianni Infantino einlegen.

Um die drakonische Vier-Spiele-Sperre gegen Lionel Messi in der WM-Qualifikation herrscht in Argentinien immer noch helle Aufregung.

Nun schaltete sich Argentiniens Legende Diego Maradona in die hitzigen Diskussionen ein. In der Radiosendung La Oral Deportiva kündigte er an, er werde Messi helfen und mit FIFA-Präsident Gianni Infantino reden.

"Es ist eine entsetzliche Entscheidung. Vier Spieltage sind viel, auch wenn Messis Worte heftig waren. Ich wünsche mir, dass die Sperre reduziert wird", so Maradona.

Nachdem die FIFA am Dienstag den Superstar vor dem Spiel in Bolivien aus dem Verkehr gezogen hatte, entbrannten wilde Verschwörungstheorien um die Sperre.

Messi selbst äußerte sich mittlerweile auch zum Vorfall, der ihm die Zwangspause einbrockte. Er habe zwar die Flüche ausgestoßen, doch sei nicht der Linienrichter der Adressat gewesen. "Ich habe in die Luft gesprochen und nicht zum Assistenten", sagte der Barca-Star der argentinischen Zeitung La Nacion.

"Unfair und völlig unverhältnismäßig"

Die FIFA hatte dagegen die Sperre damit begründet, dass Messi seine unflätigen Worte dem Assistenten direkt ins Gesicht gesagt habe.

Auch der FC Barcelona hatte sich in die Debatte eingeschaltet und gegen die Strafe gewütet.

In einer Mitteilung erklärten die Katalanen, dass sie die Vier-Spiele-Sperre "als unfair und völlig unverhältnismäßig" betrachteten. Die Verantwortlichen bekräftigten in dem Statement, dass ihr Superstar ein "vorbildlicher Spieler, sowohl auf wie auch außerhalb des Platzes" sei.

Der argentinische Verband kündigte Berufung gegen das Urteil an, eine Abmilderung der Sperre ist denkbar und in vergleichbaren Fällen mehrfach erreicht worden.

Messi war außerdem mit einer Geldstrafe von 10.000 Schweizer Franken (rund 9.300 Euro) belegt worden.

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