Chinese German Football Summer Camp
Reinhard Grindel (l.) traf sich in Berlin mit Chinas Staatspräsident Xi Jinping (2. v. l.) © Getty Images

Der DFB-Präsident rechnet damit, dass die Pläne, Chinas U20 in die Regionalliga einzugliedern, durchgesetzt werden. Der Kritik der Kommerzialisierung erwehrt er sich.

DFB-Präsident Reinhard Grindel rechnet fest damit, dass die umstrittene Eingliederung von Chinas U20 in die Regionalliga Südwest gelingt.

"Ich gehe davon aus, dass bei der Regionalliga-Tagung in der kommenden Woche alle Klubs dafür sind", sagte Grindel bei einem Fußballspiel in Berlin zwischen Jugendteams aus China und Deutschland, das auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Chinas Staatspräsident Xi Jinping besucht wurde.

Grindel: "Alle Klubs haben zugestimmt"

"Übrigens", so Grindel weiter, "haben wir das nicht unabgestimmt in Angriff genommen. Alle 19 Regionalliga-Klubs haben im Vorfeld zugestimmt", sagte der Präsident, der auch den finanziellen Nutzen der Klubs herausstellte. Jeder Verein soll für das chinesische Gastspiel eine Summe von 15.000 bis 20.000 Euro erhalten.

Einige Klubs hatten das Vorhaben als reine Kommerzialisierung kritisiert. Waldhof Mannheim kündigte sogar an, Spiele gegen den Nachwuchs der Asiaten zu boykottieren. Andere Klubs wie Kickers Offenbach versprachen sich durch den Neuling aus dem Reich der Mitte verbesserte Marketingerlöse.

 Entscheidung fällt in Kürze

Das chinesische Team will sich im deutschen Regionalliga-Alltag auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vorbereiten. Die Mannschaft soll nicht offiziell in der Tabelle geführt, aber trotzdem fest im Spielplan verankert sein. Die Mannschaften in der Südwest-Staffel haben zweimal pro Saison spielfrei, an diesen Tagen soll vor heimischem Publikum gegen China gespielt werden. Am 11. Juli entscheidet die Regionalliga über den Plan.

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