Zum Regionalliga-Auftakt gastiert der TSV 1860 München in Memmingen. Die vierte Liga glänzt durch viele Traditionsvereine. SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen.

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Wem die Profiligen in Deutschland zu kommerziell geworden sind, für den ist die Regionalliga wie geschaffen.

Mit zahlreichen Traditionsvereinen und gelebter Fan-Kultur gespickt, ist die höchste Amateurklasse Deutschlands aber weit mehr als ein Sammelbecken für Fußballromantiker.

Zum Auftakt der Regionalliga Bayern tritt der vorjährige Zweitligist TSV 1860 München beim FC Memmingen an (ab 18.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1). Auch in den anderen Staffeln geht es bald wieder heiß her.

SPORT1 klärt vorab die wichtigsten Fragen.

Wie setzt sich die Regionalliga zusammen?

Die Regionalliga ist die höchste Amateurklasse des deutschen Fußballs. Seit der Saison 2012/13 sind fünf Ligaverbände für die einzelnen Staffeln der vierten Liga verantwortlich. Damit erhöhte sich Anzahl der Staffeln von drei auf fünf gleichrangige, eingleisige Regionalligen.

Aus den Regionalligen Nord, Süd und West wurden in der Folge somit die Regionalligen Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. Die Größe jeder Staffel kann variieren. Maximal sieben zweite Mannschaften von Erst- bzw. Zweitligisten sind zugelassen. Drittligisten dürfen keine zweite Mannschaft stellen.

Welche Traditionsvereine sind vertreten?

Die Regionalliga zeichnet sich durch die hohe Anzahl früherer Größen des deutschen Fußballs aus. Mit Rot-Weiss Essen und dem TSV 1860 München sind sogar zwei frühere Deutsche Meister mit dabei, in der Nordost-Staffel spielt unter anderem der ehemalige DDR-Serienmeister BFC Dynamo Berlin.

Dazu kommen 13 ehemalige Bundesligisten, jede Menge frühere Zweitligisten. Mit über 30.000 Besuchern hält die Begegnung zwischen Rot-Weiss Essen und Alemannia Aachen den Zuschauerrekord.

Wer steigt auf?

Die drei Aufsteiger in die Dritte Liga werden in einer Aufstiegsrelegation ermittelt. Heißt: Nicht einmal die Meister der fünf Staffeln steigen sicher auf. Stattdessen kommt es zu K.o.-Spielen nach Europapokal-Prinzip.

Teilnahmeberechtigt sind die fünf Erstplatzierten Mannschaften aller Divisionen, sowie der Zweitplatzierte der Regionalliga Südwest. Mittels Losverfahren werden die drei Duelle bestimmt. Die Sieger steigen auf.

Wer steigt ab?

Die Abstiegsregelungen sind unterschiedlich festgelegt, sie obliegen dem jeweiligen regionalen Fußballverband. Aus der Regionalliga Nord steigen zwei Mannschaften ab, aus der Regionalliga Nordost nur ein Team. In der West-Staffel gibt es vier Absteiger.

In der Regionalliga Südwest variiert die Absteigerzahl, je nach Auf- und Abstieg in und aus Liga 3, zwischen drei und sechs. Aus der Regionalliga Bayern steigen die letzten drei direkt ab. Der Viert- und Fünftplatzierte bestreitet Relegationsspiele

Was ist neu?

In der Rückrunde der kommenden Spielzeit tritt jeweils die spielfreie Mannschaft der Regionalliga Südwest gegen die chinesische U-20 Auswahl an, um das Team auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vorzubereiten.

Ein Großteil der Vereinsvertreter stimmte der entsprechenden Vereinbarung zu. Waldhof Mannheim lehnte ab.

Wo kann ich die Regionalliga verfolgen?

Neuer Programm-Stammplatz für die Regionalliga wird der Montagabend – SPORT1 bietet den Fußballfans in Deutschland so auch künftig ihr liebgewonnenes Montagspiel im Free-TV. Neue Moderatorin der Regionalliga-Liveübertragungen wird Nele Schenker, das Kommentatoren-Team bilden Markus Höhner, Thomas Herrmann und Oliver Forster.

An jedem Spieltag plant SPORT1 mindestens eine Begegnung live zu zeigen. Deutschlands führende 360-Grad-Sportplattform wird die Regionalliga zudem auch auf ihren Online-, Mobile-, und Social-Media-Plattformen wie SPORT1.de sowie den SPORT1 Apps begleiten und unter anderem Highlight-Clips der Partien präsentieren.

Am Freitag, den 28. Juli, steht eine Premiere auf dem Programm: Zum ersten Mal zeigt SPORT1 das Saisoneröffnungsspiel der Regionalliga Nord LIVE im Free-TV. Der Vorjahresvierte VfB Lübeck empfängt den VfB Oldenburg zum Traditionsduell im Stadion an der Lohmühle.

SPORT1 zeigt die Auftaktbegegnung LIVE ab 17.30 Uhr.

Auch im Anschluss hat die Regionalliga auf SPORT1 ihr Zuhause. Die Sport1 GmbH hat mit den vier Fußball-Regionalliga-Trägern – Norddeutscher Fußball-Verband, Westdeutscher Fußballverband, Regionalliga Südwest GbR und Bayerischer Fußball-Verband – einen neuen, langfristigen Vertrag bis einschließlich der Saison 2020/21 geschlossen. Lediglich die Regionalliga Nordost ist nicht bei SPORT1 zu sehen.

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