Germany v Italy - UEFA Women's Euro 2017: Group B
Nach der Sieg gegen Italien reicht dem DFB-Team gegen Russland ein Punkt © Getty Images

Das DFB-Team darf im letzen Gruppenspiel der Frauenfußball-EM gegen Russland nicht verlieren. Ein Punkt reicht allerdings schon sicher fürs Viertelfinale.

Den deutschen Fußball-Frauen fehlt noch ein Punkt für den Einzug ins Viertelfinale.

Im Flanken-Training mit den Torhüterinnen köpfte Bundestrainerin Steffi Jones den Ball höchstpersönlich in die Maschen, im entscheidenden EM-Gruppenspiel müssen es die deutschen Fußballerinnen aber selbst richten. Schließlich braucht der holprig gestartete Titelverteidiger gegen Russland am Dienstag (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) noch einen Punkt für den Viertelfinal-Einzug.

"Die Mannschaft weiß, dass sie sich steigern und ihre Qualität abrufen muss. Ich bin zuversichtlich, dass das gelingt und der Knoten platzen wird", betonte Jones, die ihre Schützlinge nach dem mauen 2:1 gegen Italien und dem 0:0 gegen Schweden wegen chronischer Abschlussschwäche und mangelnder Souveränität vehement ermahnt hatte ("So reicht es nicht").

Mit den Mängeln muss jetzt Schluss sein. Denn mit vier Zählern geht der achtmalige Europameister als Tabellenzweiter hinter den punktgleichen Schwedinnen und mit nur einem Punkt Vorsprung auf Russland in das Spiel in Utrecht. Ein hoher Sieg könnte für Deutschland den Gruppensieg und den womöglich leichteren Viertelfinalgegner aus Gruppe A bedeuten - doch für solche Rechenspiele herrscht im deutschen Lager dann doch zu viel Anspannung.

"Schauen nur auf uns"

"Wir schauen nur auf uns. Wir wollen gewinnen, alles andere liegt nicht in unserer Hand", sagte Außenverteidigerin Leonie Maier. Zumal bei einer peinlichen Niederlage gegen den Weltranglisten-22., gegen den das DFB-Team in bislang 16 Duellen noch nie verloren hat, ja auch noch das Unvorstellbare möglich ist.

"Keiner von uns denkt daran, dass wir ausscheiden könnten", stellte Lina Magull im kicker klar. Seit 1995 hat Deutschland sechsmal in Serie den Titel gewonnen - ein Aus in der Vorrunde wäre eine historische Blamage, Steffi Jones nicht als Chefin zu halten. Doch das Horror-Szenario wird ausgeblendet. "Druck kriegen wir genug von außen. Wir müssen ruhig bleiben", sagte Mittelfeldspielerin Magull.

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