Gelsenkirchen - Alles offen nach dem Hinspiel: Guido Burgstaller kontert die Führung durch Jonas Hofmann. Am Ende vergeben die Königsblauen die Chance auf den Sieg.

Das deutsche Duell im Achtelfinale der UEFA Europa League steht zur Halbzeit unentschieden - ein spannendes Rückspiel am nächsten Donnerstag (21.05 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) ist garantiert.

Allerdings hat der FC Schalke 04 nach dem 1:1 (1:1) vor heimischer Kulisse gegen den Bundesliga-Konkurrenten Borussia Mönchengladbach die schlechteren Karten.

Für die Königsblauen war es bereits das sechste Pflichtspiel in Folge ohne Sieg, doch die Leistung vor allem nach der Pause war ein Schritt nach vorne.

Den Fohlen würde in einer Woche im Borussia-Park aber schon ein 0:0 für den ersten Einzug in ein Europacup-Viertelfinale seit 21 Jahren genügen. (Ergebnisse und Spielplan der UEFA Europa League)

Burgstaller kontert Hofmann-Führung

Jonas Hofmann brachte die Gäste vom Niederrhein, die zuletzt 1996 im Pokalsieger-Wettbewerb in der Runde der letzten Acht gestanden hatten, in Führung (15.).

"Wir haben uns viele Unkonzentriertheiten geleistet. Wenn wir das im Rückspiel abstellen, dann sieht es für uns ganz gut aus", meinte Gladbachs Torschütze Hofmann nach Spielschluss am SPORT1-Mikrofon.

"Durch unser Auswärtstor muss Schalke bei uns kommen und ein Tor machen, aber im eigenen Stadion wollen wir natürlich das Viertelfinale für uns klar machen."

"Uns hat das Quäntchen Glück gefehlt"

Guido Burgstaller glich für die Schalker aus (25.), denen nach dem DFB-Pokal-Aus und dem Absturz auf Platz 13 in der Bundesliga die erste Saison ohne internationalen Fußball seit sieben Jahren droht. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Allerdings war das Tor umstritten, da Schiedsrichter Björn Kuipers ein Foul am Gladbacher Raffael im Mittelfeld nicht geandet hatte.

"Wir sind früh in Rückstand geraten, haben aber dennoch alles gegeben. Heute hat uns das Quäntchen Glück gefehlt. Im Rückspiel müssen wir so wie heute spielen, wir waren spritzig und aggressiv in den Zweikämpfen", erklärte Burgstaller nach Abpfiff bei SPORT1.

Fünf Tage nach dem 2:4 in der Bundesliga zeigten sich die Königsblauen zwar verbessert, zur Wiedergutmachung reichte es aber nicht. 

Badstuber und Bentaleb nur auf der Bank

Schalkes Trainer Markus Weinzierl hatte gegenüber dem Duell am vergangenen Samstag zwar nur zwei Spieler ausgetauscht, aber sein gesamtes System umgestellt.

Erstmals seit Oktober verteidigte sein Team wieder mit einer Viererkette, in Johannes Geis kam ein zweiter Sechser aufs Feld, Bayern-Leihgabe Holger Badstuber und dem sonst gesetzten Nabil Bentaleb blieb nur die Ersatzbank.

Weinzierl hatte sich von den Maßnahmen nach sieben Gegentoren in den letzten beiden Spielen mehr defensive Stabilität erhofft. (Statistiken zum Spiel)

Doch schon beim ersten schnellen Gladbacher Angriff war die Abwehrzentrale unsortiert: Nach einem Ballverlust von Alessandro Schöpf und einem exakten Pass von Lars Stindl lief Hofmann allein aufs Schalker Tor zu und überwand Ralf Fährmann. Es war das erste Pflichtspieltor des Ex-Dortmunders für die Fohlen. (Torjäger der UEFA Europa League)

Schalke vergibt Chancen auf den Sieg

Mit der Führung im Rücken agierten die Gäste zurückhaltend und warteten auf weitere Schalker Fehler. Doch die Königsblauen nutzten ihrerseits einen Ballverlust von Raffael im Mittelfeld zu einem Konter, den Burgstaller nach Zuspiel von Leon Goretzka mit seinem vierten Tor im elften Pflichtspiel für Schalke abschloss. 

Zur zweiten Hälfte brachte Weinzierl Bentaleb für den Sechser Benjamin Stambouli. Benedikt Höwedes hatte mit einem Kopfball die Chance zur Schalker Führung (61.). Gladbach blieb mit Kontern gefährlich, spielte sie meist aber nicht konsequent zu Ende. 

Schalke zeigte sich in der zweiten Halbzeit stark verbessert © SPORT1/iM Football

Die Gastgeber hatten deutlich mehr Ballkontrolle und bei insgesamt 23:5 Torschüssen auch die Möglichkeiten zum Sieg.

Der eingewechselte Eric Maxim Choupo-Moting scheiterte am Pfosten (74.). Ein abgefälschter Schuss von Burgstaller knallte an die Latte, Daniel Caligiuris Nachschuss parierte der starke Yann Sommer (76.) ebenso wie vier Minuten vor dem Abpfiff einen weiteren Versuch von Choupo-Moting.

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