Thomas Strunz sieht die bisherige Bilanz von Markus Weinzierl auf Schalke kritisch © SPORT1 / Getty Images

Für SPORT1-Experte Thomas Strunz steht Schalke 04 vor großen Problemen. Die Entlassung von Roger Schmidt in Leverkusen kommt für ihn nicht überraschend.

Hallo Fußball-Freunde,

Schalke 04 ist denkbar schlecht in die Duelle mit Borussia Mönchengladbach gestartet.

Die Mannschaft strahlt keine Stabilität und Kompaktheit aus. Und im Umschaltspiel gibt es überhaupt keinen Plan.

Markus Weinzierl und Christian Heidel merken gerade, dass Schalke eben anders ist als Augsburg oder Mainz.

Der Verein steht vor sehr großen Problemen und niemand reagiert. Daher geht es genauso weiter, wie es vor der Winterpause aufgehört hat.

Vor allem vor der Dreierkette zeigen die Schalker zu wenig Aggressivität. Und dann sind gegen einen so konterstarken und schnellen Gegner wie Gladbach Lücken in der Defensive zwangsläufig.

Das muss man am Ende auch dem Trainer anlasten, dass er diese Problemzonen nicht erkennt. Ich glaube, dass Markus Weinzierl für das nächste Aufeinandertreffen am Donnerstag (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, im LIVESTREAM und in unserem Sportradio SPORT1.fm) grundsätzliche Dinge ändern muss.

Er muss viel mehr Ordnung aufs Feld bringen und deshalb mit zwei Sechsern spielen, um Gladbach nicht mehr die Räume zu geben. Wenn Schalke aber wieder so träge verteidigt und keine Absicherung vor der Abwehr hat, wird das Spiel genauso enden wie am Samstag.

Auch Bayer Leverkusen hinkt seinen Ansprüchen meilenweit hinterher. Man wollte vor der Saison eigentlich den Abstand auf den BVB und die Bayern verkürzen.

Ich kann auch nicht nachvollziehen, dass sich ein Trainer nach einer 2:6-Niederlage hinstellt und sagt, dass es ein Schritt in die richtige Richtung war. Von daher war die Entlassung von Roger Schmidt zwangsläufig und hat mich nicht mehr überrascht.

Abschließend noch ein Wort zu Kevin Großkreutz. Natürlich haben Profis dem Verein gegenüber eine Verantwortung. Daher ist die Entscheidung des VfB Stuttgart konsequent. Sie wollen aufsteigen und da kann es keine Einzelschicksale geben.

Es steht aber keinem zu, Kevin Großkreutz zu verurteilen, der die genauen Hintergründe nicht kennt. Trotzdem sollte er jetzt mal darüber nachdenken, ob er immer alles richtig gemacht hat.

Bis demnächst
Euer Thomas Strunz

Ex-Nationalspieler Thomas Strunz ist als Experte im Volkswagen Doppelpass tätig und wechselt sich in dieser Saison bei der sonntäglichen Doppelpass-Kolumne mit Marcel Reif und Armin Veh ab.

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