Die deutsche Futsal-Mannschaft wird für einen mutigen Auftritt im Finale des Viernationenturniers nicht belohnt. Am Ende setzt sich der Favorit aus Belgien klar durch.

Die deutsche Futsal-Nationalmannschaft hat den ganz großen Coup beim Viernationenturnier in Neu-Ulm verpasst.

Trotz einer mutigen Vorstellung unterlag die Mannschaft von Marcel Loosveld im Finale dem favorisierten Team aus Belgien am Ende deutlich mit 5:10 (1:5). Vor allem der viermalige Torschütze Omar Rahou zeigte dem DFB-Team die Grenzen auf.

Loosveld: "Gute Lektion für uns"

"Am Anfang haben wir ganz gute Sachen gemacht, aber dann ging es ganz schnell", sagte Coach Loosveld bei SPORT1. "Unsere Probleme liegen nicht in der Offensive, wir haben uns viele Chancen kreiert. Unser Probleme liegen in der Defensive. Am Ende war es eine gute Lektion für uns."

Kapitän Timo Heinze ergänzte bei SPORT1: "Es wäre gelogen, bei so einem Ergebnis von Zufriedenheit zu sprechen, aber wir wissen das einzuordnen. Belgien ist ein starker Gegner. Wir haben gesehen, was uns noch fehlt. Es hat trotzdem Spaß gemacht und wir werden unsere Lehren daraus ziehen."

Dabei hielten die Gastgeber zu Beginn noch gut mit. Jonas Hoffmann konterte mit seinem ersten Länderspieltor (4.) die frühe Führung der Belgier durch Karim Chaibai.

Anschließend bestimmte Loosvelds Mannschaft das Geschehen. Michael Meyer (9.) und Niclas Hoffmanns (11.) verfehlten das belgische Tor jeweils nur knapp, Timo Di Giorgio (12.) fand seinen Meister in Belgiens Torhüter.

Die Belgier, die im Halbfinale die Schweiz mit 7:2 ausgeschaltet hatten, antworteten auf die Drangphase des DFB-Teams mit dem erneuten Führungstreffer durch Ibrahim Adnane (13.).

DFB-Team im Pech

Dem erneuten Ausgleich für das deutsche Team stand der Pfosten im Weg: Muhammet Sözer (15.) scheiterte nach einem sehenswerten Spielzug aus kurzer Distanz am Aluminium.

In der Schlussphase des ersten Durchgangs erhöhten die Belgier die Schlagzahl und bauten die Führung durch weitere Treffer von Omar Rahou (16.), Valentin Dujacquier (17.) und Chaibai (19.) weiter aus.

Aufholjagd startet zu spät

Die erste Chance hatten nach dem Seitenwechsel die Deutschen. Niko Zankls wuchtigen Schuss lenkte Belgiens Torhüter an den Pfosten (23.).

Ein Doppelschlag von Belgiens Rahou (25., 26.) verpasste den deutschen Hoffnungen auf eine Aufholjagd jedoch einen herben Dämpfer. Dennoch gaben die DFB-Futsaler nicht auf. Mit zwei Treffern von Kapitän Timo Heinze (29.) und Timo Di Giorgio (30.) verkürzte die deutsche Mannschaft den Rückstand auf 3:7.

Belgien wackelte aber nur kurz. Rahou baute mit seinem vierten Treffer der Partie die Führung wieder 8:3 aus (33.). Dujacquier und Chaibai knackten mit einem Doppelschlag in der 35. Minute sogar die Zehn-Tore-Marke.

Stefan Winkel (36.) und Heinze (38.) gestalteten in der Schlussphase das Ergebnis noch etwas ansehnlicher.

Platz drei sicherte sich die Türkei dank eines 4:2-Erfolgs über die Schweiz.

Weiterlesen