Deutschland steht am Sonntag in der WM-Qualifikation vor einer kniffligen Auswärtsaufgabe in Aserbaidschan. Joachim Löw muss mehrere Weltmeister ersetzen.

Zu ungewohnt früher Stunde ist die deutsche Nationalmannschaft am Sonntag in de WM-Qualifikation in Aserbaidschan gefordert (ab 18 Uhr im LIVETICKER). Bundestrainer Joachim Löw erwartet aber trotz "widriger Umstände" durch Zeitverschiebung, die frühe Anstoßzeit und den langen Flug einen Sieg.

"Das Ziel ist klar besprochen: Wir wollen die Qualifikation zunächst bis zum Sommer ohne Punktverlust durchziehen. Wir gehen ins Spiel mit der Vorgabe, drei Punkte zu erzielen", sagte Löw auf der Pressekonferenz vor dem Abflug.

Personell muss er umdisponieren. Neben Jerome Boateng und Manuel Neuer, die die Länderspielreise absagten, droht auch der Ausfall von Mesut Özil. Hinter seinem Einsatz stehe wegen Rückenbeschwerden ein "Fragezeichen", so Löw. Am Abschlusstraining konnte er aber teilnehmen.

Sollte der Arsenal-Star ausfallen, dürfte Emre Can in die Startelf rücken, Toni Kroos ins offensive Mittelfeld wechseln.

Seinem einzigen Stürmer Mario Gomez, der im Freundschaftsspiel gegen England noch auf der Bank  gab Löw eine Einsatzgarantie. "Wir brauchen ihn als Binder für die Abwehrspieler im Sechzehner", definierte Löw seine Anforderungen. Auch Julian Draxler und Thomas Müller sollen starten.

Bierhoff: 70 Prozent zu wenig

In der Innenverteidigung wird Mats Hummels Benedikt Höwedes zur Seite gestellt. Einige Veränderungen also im Vergleich zum Freundschaftsspiel gegen England, bei der vor allem die zweite Garde ran durfte.

Die Änderungen liegen vor allem an Aserbaidschan. "Wir nehmen den Gegner ernst", sagte Sami Khedira, der auf der Sechs beginnen wird. An dieser Einstellung tut er auch gut, denn die Aserbaidschaner sind richtig stark unterwegs in dieser WM-Quali: Mit sieben Punkten liegen die Azeris auf Rang drei.

Vom potentiellen Playoffrang zwei, den derzeit die Nordiren bekleiden, trennt Aserbaidschan nur das schlechtere Torverhältnis. "70 Prozent werden nicht reichen", sagte Manager Oliver Bierhoff deshalb.

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