Lukas Podolski (M.) ist für zahlreiche legendäre Tweets verantwortlich
Lukas Podolski (M.) ist für zahlreiche legendäre Tweets verantwortlich © twitter.com/podolski10

München - Lukas Podolski war nicht nur im DFB-Team, sondern ist auch in den sozialen Medien eine Majestät. Seine erfolgreichsten Tweets - und ihre Geschichte.

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Böse Zungen behaupteten ja immer wieder, dass Lukas Podolski für Facebook und Twitter zuletzt wertvoller war als für seine Fußball-Teams.

Über diese Behauptung darf man engagiert diskutieren, unbestritten ist allerdings, dass "Prinz Poldi" tatsächlich eine Majestät der sozialen Medien ist.

Nicht umsonst folgen ihm 7,88 Millionen Nutzer bei Facebook, 3,22 Millionen bei Twitter und 2,9 Millionen bei Instagram: Der 31-Jährige bespielt gekonnt alle digitalen Kanäle, in zahlreichen Sprachen und mit Bildern, die nicht nur seinen Fans und Followern im Gedächtnis geblieben sind - sondern auch über das Ende seiner DFB-Karriere hinaus wirken.

Welche Podolski-Posts am meisten um die Welt gingen? SPORT1 blickt zurück auf die fünf Twitter-Einträge, die am häufigsten geteilt wurden und erzählt ihre Geschichte.

Platz 5: Schinken-Power

(29. Januar 2017, über 21.000 Retweets, 37.000 Likes)

Schadenfreude ist oft die schönste Freude: Vor zwei Monaten verlor Fenerbahce Istanbul, Erzrivale von Podolskis Noch-Klub Galatasaray, 1:4 gegen Kayserispor.

Podolski filmte das letzte Tor von Güray Vural und kommentierte auf Türkisch: "Buzzer-Beater von Güray! Tolles Tor dank Pastirma." Die Schinken-Art Pastirma ist eine regionale Spezialität in Kayseri, ebenso wie die in den Hashtags erwähnten Sucuk und Manti.

Der kulinarische Tweet wurde Podolskis meistbeachteter in der Türkei.

Platz 4: Das Merkel-Selfie (Nummer 2)

(14. Juli 2014, über 24.000 Retweets, 30.000 Likes)

Die Bundeskanzlerin und der Prinz: Daraus entwickelte sich während der WM 2014 eine ganz besondere Freundschaft.

Schon Podolskis erstes Merkel-Selfie nach dem 4:0 gegen Portugal in der Vorrunde wurde zum Netz-Hit. Noch größer dann natürlich die Freude, als es nach dem gewonnenen WM-Finale gegen Argentinien ein Wiedersehen in der Kabine gab.

Platz 3: St. Totteringham's Day

(15. Mai 2016, über 31.000 Retweets, 29.000 Likes)

Nicht nur der Kölner Karneval ist ihm wichtig, Lukas Podolski hat auch den Tag im Blick, der für die Folklore seines Ex-Klubs FC Arsenal besonders bedeutsam ist.

Der "St. Totteringham's Day" ist der Tag, an dem es für den Erzrivalen Tottenham Hotspur rechnerisch unmöglich ist, die "Gunners" in der Premier-League-Tabelle zu überholen.

In der Saison 2016 feierte Podolski diesen Tag mit einem Insider-Gag: "Heute esse ich Lasagne zum Abendessen", schrieb er unter eine Bildmontage von Chefkoch Arsene Wenger und Tottenham-Coach Mauricio Pochettino - eine Anspielung auf einen legendären Vorfall in der Saison 2006.

Damals bescherte das Gericht zahlreichen Spurs-Spielern eine Lebensmittelvergiftung und hatte damit entscheidenden Anteil an Arsenals Triumph im Londoner Derby.

Platz 2: Ein Sieger mit Größe

(9. Juli 2014, über 31.000 Retweets, 27.000 Likes)

Schadenfreude ist nicht immer die schönste Freude: Podolski weiß auch, wann er andere Töne anschlagen muss.

Nach dem demütigenden 7:1 gegen Brasilien im WM-Halbfinale zeigte er Größe gegenüber dem WM-Gastgeber, verbreitete via Twitter ein respektvolles Statement in der Landessprache Portugiesisch.

Er würdigte die glanzvolle Geschichte der Selecao und das Land Brasilien als ein "Land, das ich gelernt habe zu lieben" - was sich rasant verbreitete und ihm hoch angerechnet wurde. Viele brasilianische Twitter-Nutzer forderten Podolski mit dem Hashtag #FicaPodolski auf, doch gleich im Land zu bleiben.

Platz 1: AHA!

(14. Juli 2014, über 84.000 Retweets, 79.000 Likes)

"Ich möchte, dass mich mal ein Mann so anschaut, wie Podolski Schweinsteiger anschaut", bekannte die Spiegel-Journalistin Ayla Mayer einmal.

Kein Wunder, dass der Höhepunkt der legendären Männerfreundschaft auch zu Podolskis Social-Media-Höhepunkt wurde. Den gemeinsamen Gewinn des WM-Finals feierte Schweinsteiger auf dem Rasen des Maracana mit einem Bussi für Podolski - der hielt den Moment per Handy fest und teilte ihn.

Das Bild, das mehr als tausend Worte sagt, verbreitete sich sogar noch mehr als das Kanzlerinnen-Selfie. Und findet sich mittlerweile auch auf der deutschsprachigen Twitter-Startseite wieder.

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