San Marino, Deutschland, WM Qualifikation
Gomez trug das DFB-Trikot zuletzt im November gegen San Marino © Getty Images

Mario Gomez kündigt sein Karriereende in der Nationalmannschaft nach der Weltmeisterschaft 2018 in Russland an. Ein Grund: Die körperliche Konstitution.

Gegenüber der Sport Bild hat Mario Gomez verraten, dass die WM 2018 in Russland sein letztes Turnier für die Nationalmannschaft sein wird. "Ja, davon gehe ich aus. Man muss realistisch sein. Während der WM in Russland werde ich 33 Jahre alt", blickt der Stürmer des VfL Wolfsburg voraus.

Vor allem aufgrund der körperlichen Konstitution sei ein Karrierende im DFB-Team dann folgerichtig. "Ich glaube nicht, dass es viele Stürmer gibt, die mit 35, 36 noch so explosiv sind, wie Miro Klose es war", zog er den Vergleich zum deutschen Rekordtorschützen.

In Wolfsburg "einiges im Argen"

Obwohl er mit den Wölfen diese Saison die Europapokalplätze verpasst, sieht er sich gut gewappnet für den Kampf um die WM-Plätze. "Ich glaube nicht, dass mich sechs weitere Europapokal-Spiele in der kommenden Saison zu einem viel besseren Spieler machen würden. An dieser Erfahrung mangelt es mir sicher nicht."

Trotzdem hadert der 31-Jährige mit der aktuellen Spielzeit. "Welcher Spieler möchte nicht immer Champions League spielen? Das hatte ich auch zu Saisonbeginn gesagt, als ich zum VfL Wolfsburg kam. Allerdings hatte ich da auch noch zu wenig Kenntnis davon, was hier im Sommer so abgelaufen ist. Da lag schon einiges im Argen."

Gomez: Klose hat mich besser gemacht

In einer verkorksten Wolfsburger Saison ist Gomez noch einer der wenigen Lichtblicke, traf bis jetzt acht Mal und übernahm eine Führungsrolle in der Autostadt.

Seine potentiellen Nationalmannschaftskonkurrenten Timo Werner und Sandro Wagner, beide noch ohne Länderspieleinsatz, konnten diese Saison aber noch mehr überzeugen. Werner traf für Leipzig 14 Mal, Wagner konnte für Hoffenheim 10 Treffer markieren. Beide werden sich nächste Saison wohl auch im internationalen Wettbewerb für Jogi Löw präsentieren.

Gomez sieht sich trotzdem gut gewappnet. "Mit Konkurrenz habe ich kein Problem. Im Gegenteil, sie ist sogar wichtig. Ich habe zehn Jahre mit Miroslav Klose konkurriert. Das war einer der besten Stürmer, die es jemals gab. Auch dieses Duell hat mich besser gemacht."

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