Erich Ribbeck war von 1998 bis 2000 Bundestrainer
Erich Ribbeck war von 1998 bis 2000 Bundestrainer © Getty Images

Den Confed Cup sieht der frühere Bundestrainer Erich Ribbeck als große Chance für Joachim Löw, um das DFB-Team auf Wettkampf-Niveau für die WM zu bringen.

Der frühere Bundestrainer Erich Ribbeck hat "ausnahmslos furchtbare Erinnerungen" an den Confed Cup, aber für Joachim Löw sieht er das Turnier als wunderbare Chance.

"Der Confed Cup ist ein Geschenk für Löw und sein Team", sagte der 79-Jährige dem kicker: "Er hat so viele Spieler zur Auswahl und kann das Turnier nutzen, um auf Wettkampf-Niveau die Jungs zu finden, die 2018 den WM-Titel verteidigen sollen."

Löw bezeichnet den Confed Cup ausdrücklich als "Perspektivturnier", der Bundestrainer will im Sommer in Russland (17. Juni bis 2. Juli) junge Spieler unter Wettkampfbedingungen testen. Ribbeck war 1999 gezwungen, aus "politischen Gründen" mit einer "nicht wettbewerbsfähigen Mannschaft" anzutreten: "Eigentlich war es ein Todeskommando."

Doch: "Wenn wir nicht beim Confed Cup angetreten wären, wäre Deutschland niemals in den Topf mit den Bewerbern für die Austragung der WM 2006 gekommen", sagt Ribbeck. "Wenn es nur um sportliche Interessen gegangen wäre, hätten wir nie und nimmer zu dem Turnier fahren dürfen. Wir waren die Deppen der Nation."

Die deutsche Mannschaft verlor damals in Mexiko zum Auftakt 0:4 gegen Brasilien. Es folgten ein 2:0 gegen Neuseeland und ein 0:2 gegen die USA.

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