Der Bundestrainer erklärt, warum er den Hoffenheimer Stürmer womöglich bald berufen könnte. Wagner selbst bezeichnete sich jüngst als "mit Abstand besten deutschen Stürmer".

Bundestrainer Joachim Löw hat Stürmer Sandro Wagner von der TSG Hoffenheim Hoffnung auf eine Berufung in die deutsche Nationalmannschaft gemacht.

"Er ist ein anderer Stürmer-Typ, das registrieren wir natürlich. Er hat in Hoffenheim gute Leistungen gezeigt, insofern könnte er vielleicht auch für uns noch mal eine Option werden", sagte Löw der Bild am Sonntag.

Wagner (29) hatte in der vergangenen Saison mit 14 Treffern entscheidenden Anteil am Klassenerhalt von Darmstadt 98. In der aktuellen Spielzeit hat er für Hoffenheim in 14 Ligaspielen achtmal getroffen. Ein Länderspiel hat er noch nicht bestritten.

2009 wurde der damalige Duisburger an der Seite der späteren Weltmeister Manuel Neuer, Benedikt Höwedes, Jerome Boateng, Mats Hummels, Sami Khedira und Mesut Özil U21-Europameister. Im Finale gegen England (4:0) erzielte er zwei Tore.

Tür für Wagner immer offen

Die Tür zur Nationalmannschaft sei grundsätzlich immer offen, sagte Löw, "das gilt für einige Spieler, die wir beobachten". Man dürfe aber nicht vergessen, "worüber wir sprechen. Es geht um das höchste Niveau, also um Messi und Ronaldo. Das ist für eine Mannschaft, die den WM-Titel verteidigen will, die Messlatte".

"Bin mit Abstand der beste deutsche Stürmer"

Wagner hatte sich zuletzt Anfang Dezember selbst ins Gespräch gebracht. "Ich bin in meinen Augen seit einiger Zeit mit Abstand der beste deutsche Stürmer", sagte er der Bild.

Im Juli hatte er in der Sport Bild Löws Kader-Nominierung für die EM in Frankreich kritisiert: "Wir haben große, robuste Stürmer. Man muss sie nur einsetzen. Jede Nationalmannschaft hatte zwei, drei oder sogar vier Mittelstürmer dabei. Wir waren die einzige Nation, die nur einen dabei hatte."

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