Bayer Leverkusen erzielt einen Dreierpack in der Verlängerung
Bayer Leverkusen erzielt einen Dreierpack in der Verlängerung © Getty Images

Bayer Leverkusen tut sich lange schwer gegen Drittligist Karlsruher SC. Erst in der Verlängerung platzt der Knoten und Leverkusen schießt sich in die nächste Runde.

Die "Abschluss-Allergiker" von Bayer Leverkusen ließen Heiko Herrlich bis in die Verlängerung zittern, bescherten ihrem neuen Trainer dann aber doch noch einen klaren Sieg bei dessen Pflichtspiel-Premiere. Trotz schwacher Chancenverwertung setzte sich die Werkself 3:0 n.V. (0:0) in der 1. Runde des DFB-Pokals beim Drittligisten Karlsruher SC durch.

Selbstvertrauen für den Bundesliga-Auftakt am Freitag bei Rekordmeister Bayern München holten sich die Bayer-Profis damit aber sicher nicht. Neuzugang Dominik Kohr (93.), Joel Pohjanpalo (99.) und Leon Bailey (105.) trafen für die Rheinländer. (Alle Infos zum DFB-Pokal im Volkswagen Pokalblog)

"Das war ein hartes Stück Arbeit gegen einen unangenehmen Gegner. Das Endergebnis hätte  aber auch schon nach 90 Minuten feststehen können", sagte Bayer-Sportchef Rudi Völler erleichtert nach dem Schlusspfiff.

Trotzdem zeigte sich Herrlich zufrieden: "Wir sind das Spiel seriös angegangen. Wir haben es nur verpasst, in den 90 Minuten unsere Chancen zu nutzen. Aber wir haben das Spiel immer dominiert. Insgesamt bin ich mit unserer Leistung sehr zufrieden."

Bellarabi vergibt Großchance

Vor 17.073 Zuschauern im Wildparkstadion liefen die Neuzugänge Sven Bender und Kohr in der Startelf der Gäste auf. Dagegen fehlten Kapitän Lars Bender (Sprunggelenk-Verletzung) sowie Tin Jedvaj (Haarriss im Schienbein) beim Zweitliga-Absteiger. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Unter den Augen von DFB-Trainer Stefan Kuntz und Ex-Bundesligacoach Dirk Schuster hätten die Leverkusener, die von ihren sieben Testspielen in der Vorbereitung nur eine Partie gewinnen konnten, schon nach 85 Sekunden in Führung gehen können. Karim Bellarabi konnte die Großchance aber nicht nutzen.

In der Folge bestimmte die Mannschaft Herrlichs, der die Werkself trotz der Abgänge von Torjäger Javier "Chicharito" Hernandez, Freistoßspezialist Hakan Calhanoglu sowie Abwehrchef Ömer Toprak nach der verkorksten vergangenen Spielzeit zurück in den Europacup führen will, das Geschehen. (Ergebnisse und Spielplan des DFB-Pokals)

Entscheidung fällt erst in der Verlängerung

Der KSC wehrte sich aber nach Kräften und hatte seinerseits in der 13. Minute die große Gelegenheit zum ersten Tor. Oskar Zawada scheiterte an Bayer-Torwart Bernd Leno. Auf der Gegenseite ließen Kai Havertz (17.), Admir Mehmedi (24.) und Kohr (45.+1) Chancen liegen.

In der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel drängten die Leverkusener die Gastgeber in Defensive, große Möglichkeiten erarbeitete sich Bayer aber nicht. Danach konnten die Badener das Spiel aber wieder weitgehend ausgeglichen gestalten. Auch nach 75 Minuten hatten sich die Gäste keine Chance im zweiten Durchgang erspielt. (Volkswagen Pokalfieber: Alle Infos zum DFB-Pokal Di., 18.30 Uhr im TV auf SPORT1)

Erst in der 78. Minute vergab Kevin Volland eine große Gelegenheit, Leon Bailey machte es in der Nachspielzeit nicht besser. In der Verlängerung war zunächst Kohr per Kopf nach einem Freistoß von Julian Brandt erfolgreich, dann legten Pohjanpalo und Bailey nach.

Beste Spieler aufseiten der Leverkusener waren Kevin Kampl und Jonathan Tah. Beim KSC konnten David Pisot und Marvin Wanitzek überzeugen. KSC-Torhüter Benjamin Uphoff wurde dank seiner starken Paraden nach dem Spiel zum 'Man of the Match' gewählt.

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