Im Finale des FIFA Confederations Cups liefern sich die beiden Bayern-Spieler Joshua Kimmich und Arturo Vidal eine Auseinandersetzung.

Üble Beleidigung offenbar inklusive: Im Finale des FIFA Confederations Cup sind die beiden Bayern-Spieler Joshua Kimmich und Arturo Vidal heftig aneinander geraten.

Was war passiert? In der 59. Minute legte sich Kimmich zunächst mit Chiles Torhüter Claudio Bravo an, nachdem der Chilene ihn nach einem langen Ball touchiert hatte. Der DFB-Verteidiger fühlte sich angegriffen und suchte den Kontakt.

Schnell kamen Chiles Spieler, angeführt von Vidal, hinzu. Der Mittelfeldspieler mit dem Spitznamen "Krieger" schrie Kimmich an.

Lippenleser: Vidal mit übler Beleidigung

Der Chilene soll Kimmich Lippenlesern zufolge als "Hijo de Puta" bezeichnet haben, was so viel wie "Scheißkerl" oder auch "H...sohn" heißt. 

Auch ZDF-Kommentator Bela Rethy, der mehrere Sprachen fließend spricht, erkannte das brisante - im Spanischen allerdings alltäglichere - Schimpfwort, die Vidal zu Kimmich sagte, wollte es aber nicht laut aussprechen.

Dann ging Vidal Kopf an Kopf mit seinem Bayern-Kollegen, aber auch der 22-Jährige steckte nicht zurück.

Bevor Schiedsrichter Milorad Mazic dazwischen ging und die Situation beruhigte, stieß Vidal Kimmich noch weg. Beide Spieler bekamen für die Aktion die gelbe Karte. Einen Handschlag gab es nicht.

Kimmich spielt Vorfall herunter

Dabei hatten die beiden nach der ersten Begegnung im Gruppenspiel noch ein versöhnliches Bild abgegeben und sich zum Wiedersehen im Finale verabredet.

Nach dem 1:0-Finalsieg der deutschen Nationalmannschaft hatten sich die Gemüter wieder beruhigt.

"Er war halt sauer, dass sie 1:0 hinten waren", erklärte Kimmich anschließend beim ZDF. "Aber das Wichtigste ist, dass der Titel nach Deutschland geht."

Auch Vidal gab sich entspannter. "So was passiert in der Hitze des Gefechts. Da bleibt nichts nach. Kein Problem", zitiert die Welt den Chilenen.

Weiterlesen