FBL-CONFED-CUP-GER-PRESSER
Für Oliver Bierhoff soll nach dem Erfolg im Confed Cup auch der WM-Titel her © Getty Images

St. Petersburg - Es ist ungeschriebenes Gesetz: Wer bislang den Confed Cup gewann, wurde hinterher nicht Weltmeister. DFB-Teammanager Oliver Bierhoff sagt diesem Fluch den Kampf an.

Der sogenannte Confed-Cup-Fluch ist ein ungeschriebenes Fußball-Gesetz, demzufolge der Sieger des Kontinentalturniers bei der darauf folgenden WM den Titel nicht gewinnen kann.

Von den bislang sieben Siegern der Mini-WM setzte sich keiner hinterher auch die WM-Krone auf. Was machen also die deutschen Weltmeister, die am Sonntag erstmals den Confed Cup gewannen, 2018 bei der Weltmeisterschaft in Russland?

DFB-Teammanager Oliver Bierhoff sagte diesem "Fluch" bereits vor dem 1:0 im Finale gegen Chile den Kampf an: "Es ist schön, Regeln zu brechen. Wir waren ja auch die erste europäische Mannschaft, die in Südamerika eine WM gewonnen hat."

Grindel gibt Zielrichtung vor

Auch DFB-Präsident Reinhard Grindel will den Bann brechen: "Jetzt geht es darum, alle Abergläubigen zu widerlegen. Denn wir wollen wieder Weltmeister werden. Das ist die Zielrichtung." Er sieht beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Titelverteidigung bei der WM in Russland.

Bundestrainer Joachim Löw habe "die große Chance, mit einer Mischung aus Erfahrung und junger Dynamik einen ganz starken Kader zusammenzustellen. Wir haben einen großen Pool, aus dem wir schöpfen können", so Grindel.

Vom 14. Juni bis 15. Juli 2018 hat die deutsche Nationalmannschaft die Möglichkeit, diesem Fluch ein Ende zu bereiten und nach dem Erfolg beim Confed Cup auch den darauf folgenden WM-Titel zu holen.

Die bisherigen Confed-Cup-Sieger und ihr WM-Abschneiden:

1997 Brasilien (WM 1998 Finale)
1999 Mexiko (WM 2002 Achtelfinale)
2001 Frankreich (WM 2002 Vorrunde)
2003 Frankreich (WM 2006 Finale)
2005 Brasilien (WM 2006 Viertelfinale)
2009 Brasilien (WM 2010 Viertelfinale)
2013 Brasilien (WM 2014 Platz 4)
2017 Deutschland (WM 2018 ???)

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