Champions League, FC Barcelona, Paris Saint-Germain, Achtelfinale, Deniz Aytekin
Das deutsche Schiedsrichtergespann um Deniz Aytekin (hi.) sah sich teils heftigen Protesten von PSG ausgesetzt © Getty Images

Paris Saint-Germain zieht nach der Champions-League-Schmach beim FC Barcelona alle Register, protestiert jetzt sogar bei der UEFA gegen Schiedsrichter Deniz Aytekin.

Paris Saint-Germain hat das Ausscheiden aus der Champions League gegen den FC Barcelona immer noch nicht verdaut. Das 1:6 aus dem Achtelfinalrückspiel, mit dem Barca eine der größten Aufholjagden der Sportgeschichte schaffte, bietet PSG immer noch Anlass zur Aufregung.

Die richtet sich besonders gegen Schiedsrichter Deniz Aytekin, dem PSG spielentscheidende Fehlentscheidungen - etwa einen nicht gegebenen Strafstoß für PSG oder den fälschlicherweise gegebenen Strafstoß für Barca vor dem 5:1 - anlastet.

Aytekins Leistung ist für PSG derart anzweifelbar, dass der Klub nun offiziellen Protest bei der UEFA einreichte. Wie Le Parisien berichtet, sendete der französische Meister ein Video mit 15 angeblichen Fehlentscheidungen des deutschen Schiedsrichters an den europäischen Fußballverband.

Sogar ehemalige europäische Spitzenschiedsrichter sollen für die Spielszenen ihre Expertenmeinung abgegeben haben.

PSG möchte Respekt

PSG bezwecke mit dem Protest zwar keine Spielwiederholung - das wäre auch utopisch, da Tatsachenentscheidungen eines Schiedsrichters laut UEFA-Reglement im Nachhinein nicht geändert werden können - vielmehr wolle man sich durch den Protest Gehör und eine Form des Respekts verschaffen, berichtet Le Parisien.

Ein PSG-Sprecher war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen, trotzdem passt diese Interpretation ins Gesamtbild. PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi sagte direkt nach dem Spiel, man komme "nicht umhin zu denken, dass das Spiel mit einem aufgeweckteren Schiedsrichter anders ausgegangen wäre". Das Resultat müsse man trotzdem akzeptieren.

Das tut PSG anscheinend auch, der Protest soll eher eine aufrüttelnde Wirkung haben. Das ändert trotzdem nichts am Ende der europäischen Saison für die französischen Hauptstädter.

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