Leicester City, FC Sevilla, Champions League Achtelfinale
Das umkämpfte 1:2 im Hinspiel war der letzte Auftritt von Meistertrainer Claudio Ranieri als Trainer von Leicester City © Getty Images

Leicester City möchte im Achtelfinale der Champions League den Aufwärtstrend gegen Sevilla ins Weiterkommen ummünzen. Juve fehlt ein Abwehr-Ass gegen Porto.

Nach Monaten der Erfolglosigkeit, gekrönt vom Aus für Meistertrainer Claudio Ranieri, schreibt Leicester City wieder Positivschlagzeilen. Ein Weiterkommen gegen den FC Sevilla im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag würde die Euphorie bei den Foxes wieder anfachen (ab 20.15 Uhr im TV beim Fantalk auf SPORT1 und im LIVETICKER).

Die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel in Sevilla war das letzte Kapitel in Claudio Ranieris Märchengeschichte, deren Spannungsbogen vom Meistertitel bis zum Albtraum Abstiegskampf reichte und in der Entlassung des Italieners mündete.

Seitdem zeigte sich Leicester stark verbessert. In der Liga wurden unter Interimscoach Craig Shakespeare sowohl Jürgen Klopps Liverpool als auch Abstiegskonkurrent Hull City bezwungen, kletterte damit von Rang 17 auf Rang 15. Für die thailändischen Klubeigner Grund genug, den Vertrag mit Shakespeare bis zum Saisonende zu verlängern.

Leicester extra zum Kurztrainingslager

Es herrscht also Aufbruchsstimmung bei Leicester. Um die für das Sevilla-Spiel bestmöglich zu nutzen, flogen die Foxes zur Einstimmung extra ins Kurztrainingslager nach Dubai. Die Zuversicht für das Weiterkommen ist da. "Wir sind defintiv noch im Rennen", sagte Jamie Vardy.

Personell kann Shakespeare aus dem Vollen schöpfen. Auch Gegenüber Jorge Sampaoli steht ein reiches Personalreservoir zur Verfügung. Nur die langzeitverletzten Benoit Tremoulinas und Michael Krohn-Dehli fehlen weiter.

Sevilla patzte zuletzt zweimal in der Liga, ließ gegen Alaves und Leganes Punkte liegen, verlor damit Boden auf die Tabellenführung in der spanischen La Liga. Im Hinspiel vergab Sevilla beste Chancen, braucht also im Rückspiel durchaus noch eine konzentrierte Leistung zum Weiterkommen.

Porto vor Herkulesaufgabe in Turin

Im zweiten Spiel am Dienstag muss der FC Porto die 0:2-Hinspielpleite bei Juventus Turin wettmachen (ab 20.15 Uhr im TV beim Bitburger Fantalk auf SPORT1 und im LIVETICKER). Fehlen wird dabei Linksverteidiger Alex Telles. Der Brasilianer hatte seiner Mannschaft mit seiner Gelb-Roten Karte in der 27. Minute einen Bärendienst erwiesen.

In der zweiten Hälfte spielte Juve die Überzahl souverän aus und erarbeitete sich durch Treffer von Marko Pjaca und Dani Alves ein vermeintlich beruhigendes Polster für das Rückspiel.

Am Dienstag muss Turin aber auf Abwehrboss Giorgio Chiellini verzichten. Der Italiener fällt ebenso wie Stefano Sturaro mit muskulären Problemen aus. Möglich, dass für Chiellini Nachwuchsmann Daniele Rugani in die Startaufstellung rutscht.

Porto muss darauf hoffen, dass durch den Wechsel Sicherheit in der Turiner Defensive verloren geht. Die Portugiesen brauchen nämlich mindestens zwei Treffer für das Weiterkommen, schwer gegen italienische Mannschaften.

In der Liga konnte sich Porto zuletzt immerhin warmschießen. Elf Tore aus den letzten zwei Spielen sorgen für ordentlich Selbstvertrauen beim Champions-League-Sieger von 2004. Das wird gegen Juve auch bitter nötig sein.

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