Der FC Barcelona ist so gut wie aus der Champions League ausgeschieden. Dank ihrer Festung hoffen die Katalanen gegen Paris St. Germain aber auf ein Wunder.

Dem FC Barcelona hilft gegen Paris St. Germain im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals nur ein Fußball-Wunder (ab 20.45 Uhr in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER). Das Hinspiel an der Seine hatte Barca 0:4 verloren.

Die spanische Presse gab alles, um das Wunder heraufzubeschwören. Die Marca listete am Dienstag die "zehn Schritte zum Comeback" im fast aussichtslosen Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris auf und in der AS wurde ehrfurchtsvoll an "elf magische Nächte" von Lionel Messi erinnert. Ob es hilft?

"Wenn die Sterne günstig stehen, können wir das Ergebnis drehen", sagte der im Sommer scheidende Barca-Trainer Luis Enrique vor der Partie.

Doch nach dem 0:4 im Hinspiel an der Seine ist der spanische Meister zumindest statistisch ausgeschieden - alle 58 Teams, die in der Europapokal-Geschichte diesem Rückstand hinterherrennen mussten, flogen auch aus dem Wettbewerb.

Barca wird das Wunder zugetraut

In Paris warnen sie trotzdem vor den Katalanen. Wenn einem Team das Wunder zugetraut wird, dann dem Starensemble um Messi, Luis Suarez und Neymar. Der Brasilianer soll sogar schon mit seinen Teamkollegen gewettet haben, im Rückspiel mindestens zwei Tore zu erzielen.

"Es ist noch nicht vorbei", warnte Nationalspieler Julian Draxler, im Hinspiel einer der überragenden Spieler des französischen Meisters: "Barcelona wird uns von der ersten Minute an attackieren. Da sitzen 100.000 Fans im Stadion, die sie unterstützen. Aber ich habe keine Angst - im Gegenteil. Ich bin bereit und ich glaube, der Rest der Mannschaft auch."

Paris-Torhüter Kevin Trapp ermahnte seine Vorderleute, nicht an das Hinspielergebnis zu denken. "Das hat keinen Zweck. Barcelona ist in der Lage, viel zu leisten", sagte der frühere Frankfurter: "Wir müssen bereit sein - aber ich denke, das sind wir auch."

Barca setzt auf Festung Camp Nou

Hoffnung machen den Barca-Fans die vergangenen Spiele in der "Festung" Camp Nou. In La Liga 5:0 gegen Celta Vigo und 6:1 gegen Sporting Gijon, in der Gruppenphase der Champions League 4:0 gegen Borussia Mönchengladbach, 4:0 gegen Manchester City und sogar 7:0 gegen Celtic Glasgow - Tore schießen kann Barca also.

Luis Suarez erinnerte an das 4:0 bei Erzrivale Real Madrid in der vergangenen Saison - eines dieser großartigen Barca-Spiele der jüngeren Vergangenheit.

"Wenn wir das geschafft haben, warum sollen wir nicht auch vier Tore gegen Paris schießen können?", fragte der Uruguayer: "Wenn wir zwei schnelle Tore erzielen, werden sie nervös - und dann sind wir da."

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