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Leicester City steht erstmals im Viertelfinale der Champions League © Getty Images

Leicester - Der englische Meister dreht das Hinspielergebnis gegen Sevilla und zieht ins Viertelfinale ein. Ein Franzose fliegt, Keeper Schmeichel wird zum Helden.

Der englische Meister Leicester City präsentiert sich unter dem neuen Teammanager Craig Shakespeare weiter wie verwandelt und steht erstmals im Viertelfinale der Champions League.

Die Foxes gewannen das Achtelfinal-Rückspiel gegen den Europa-League-Sieger FC Sevilla mit 2:0 (1:0), nach dem 1:2 im Hinspiel reichte das für den Sprung in die Runde der besten Acht.

"Fantastische Nacht für unseren Klub"

Kapitän Wesley Morgan (27.) erzielte den Führungstreffer nach einer Freistoßflanke von Afrikas Fußballer des Jahres, Riyad Mahrez. Marc Albrighton (54.) traf für das Team von Ex-Nationalspieler Robert Huth zum 2:0. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Das ist ein unglaubliches Erlebnis für den Klub. Ich bin stolz auf die Jungs. Wir haben gegen ein Team mit hoher Qualität gespielt, aber wir hatten einen Plan und alles kam zusammen", sagte Keeper Kasper Schmeichel.

Torschütze Albrighton fügte hinzu: "Mir fehlen die Worte. Es ist eine fantastische Nacht für unseren Klub. Wir mussten gegen ein starkes Team hart arbeiten, aber wir haben es verdient. Jetzt wollen wir so lang wie möglich dabeibleiben."

Schmeichel pariert Elfmeter

Die Auslosung will der Flügelspieler "so nehmen, wie sie kommt. Wir genießen den Moment und werden uns jetzt auf die Liga konzentrieren."

Leicester feiert Elfmeterkiller Kasper Schmeichel © iM Football

In einer turbulenten Schlussphase sah zudem Sevillas Samir Nasri nach einer Auseinandersetzung mit Jamie Vardy Gelb-Rot (74.), Steven Nzonzi scheiterte wenig später mit einem Foulelfmeter an City-Torwart Schmeichel (80.). Kurz vor Schluss schoss Vardy aus bester Position deutlich über das Tor und vergab die Entscheidung.

Vor knapp drei Wochen hatte Shakespeare das Amt zunächst interimsweise von Teammanager Claudio Ranieri übernommen. Der Italiener hatte das Team noch in der Vorsaison sensationell zum Titel geführt, zuletzt geriet der Klub jedoch in akute Abstiegsgefahr. Unter Shakespeare folgten zwei Siege in der Premier League, am vergangenen Sonntag sprachen die Klub-Bosse ihm dann das Vertrauen bis zum Saisonende aus. (Die Statistik zum Spiel)

Escudero scheitert an der Latte

Gegen Sevilla kam die Führung eher glücklich zustande. Morgan brachte den Ball mit dem Oberschenkel über die Torlinie, Leicester verdiente sich den Treffer aber mit einer engagierteren Leistung in der ersten Hälfte. (Ergebnisse und Spielplan der Champions League)

"Es ist unglaublich. Wir sind Newcomer in der Champions League und niemand hätte gedacht, dass wir so weit kommen. Aber wir haben es geschafft", sagte der Kapitän.

Nach der Pause kam Sevilla dann deutlich besser ins Spiel, die englische Abwehr um Huth und den Ex-Schalker Christian Fuchs geriet in arge Bedrängnis. So traf Sergio Escudero, ebenfalls einst in Königsblau, für die Spanier die Latte (53.). Mitten in dieser Drangphase schlug dann aber Albrighton aus rund 14 Metern zu. (Die Torjäger der Champions League)

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