Monaco - Der AS Monaco dreht die Hinspielniederlage gegen Manchester City und steht im Viertelfinale. Leroy Sane lässt Pep Guardiola nur kurzzeitig jubeln.

Bitteres Aus zum Jubiläum: Star-Trainer Pep Guardiola ist mit Manchester City im Achtelfinale der Champions League krachend gescheitert.

Nach dem 5:3 im Hinspiel unterlagen die Citizens trotz eines Treffers des Jung-Nationalspielers Leroy Sane beim AS Monaco verdient mit 1:3 (0:2).

Guardiola erlebte sein 100. internationales Spiel als Coach erst hilflos und später konsterniert an der Seitenlinie.

"Auf diesem Niveau muss man 180 Minuten gut spielen, wir haben das aber nur für 45 Minuten geschafft. Dieser Wettbewerb fordert einem alles ab. Hoffentlich lernen wir daraus", sagte Guardiola auf der Pressekonferenz nach der Partie.

Am Samstag wartet nun in der Premier League der Kracher gegen Jürgen Klopps FC Liverpool (ab 18.30 Uhr LIVE und exklusiv bei DAZN und im LIVETICKER).

Supertalent Mbappe trifft zur Führung

Während seine Elf im ersten Durchgang nicht ein einziges Mal zum Torabschluss kam, wirbelte Monaco auch ohne den verletzten Torjäger Radamel Falcao, der im Hinspiel im Etihad Stadion zwei Tore geschossen hatte.

Das französische Supertalent Kylian Mbappe erzielte die Führung bereits nach acht Minuten, Fabinho (29.) legte mit seinem ersten Treffer in der Königsklasse nach. Nach Sanes drittem Champions-League-Tor (71.) hatte City das Viertelfinale vor Augen, der gezielte Kopfball von Tiemoue Bakayoko (77.) nach einem Standard sorgte jedoch für die Entscheidung. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Ich hätte nicht damit gerechnet, ein Tor zu schießen. Ich spüre einfach nur Freude. Wenn man die zwei Spiele betrachtet, haben wir uns das Weiterkommen verdient. Es ist kein Zufall, dass wir im Viertelfinale sind", meinte Bakayoko nach der Partie.

Und Monacos Coach Leonardo Jardim sagte: "Die englischen Mannschaften liegen uns wohl. Vor zwei Jahren haben wir Arsenal geschlagen, in der Gruppenphase Tottenham, jetzt Manchester City, das auch eine große Mannschaft ist. Es ist sicher ein großartiger Tag in meiner Karriere als Trainer - aber ich hoffe, dass es nicht der letzte ist."

Guardiolas Taktik geht nach hinten los 

Guardiola hatte vor der Partie im mit 15.700 Zuschauern ausverkauften Stade Louis II eine offensive Ausrichtung angekündigt.

Sein Motto lautete: "Tore schießen ist die beste Art, einen Vorsprung zu verteidigen." In der ersten halben Stunde fehlte Manchester jedoch jeglicher Zugriff.

Vor allem der eigene Spielaufbau litt ohne Routinier Yaya Toure, den Guardiola zunächst auf der Bank ließ. Nationalspieler Ilkay Gündogan kehrt nach seiner Knieverletzung erst zur kommenden Saison zurück. (Spielplan und Ergebnisse)

"Das ist schwer zu verdauen"

Manchester fand kaum ein Mittel gegen die junge Elf aus dem Fürstentum, die geschickt die Passwege zustellte und damit auch Sane auf der linken Außenbahn förmlich verhungern ließ.

Nach Ballgewinn schaltete Monaco blitzschnell um, Mbappe scheiterte eine Minute vor seinem Führungstor an City-Keeper Willy Caballero. Ein weiterer Treffer des 18-Jährigen (16.) zählte nicht, weil er wenige Zentimeter im Abseits stand. (Torjäger der Champions League)

"Ich hatte das Gefühl, dass wir mehr Tore hätten schießen müssen", erklärte City-Verteidiger John Stones. "Aber das sagt sich hinterher immer leicht. Das alles ist für uns schwer zu verdauen."

Immerhin die Halbzeitansprache Guardiolas schien Wirkung gezeigt zu haben: Angeführt von Sergio Agüero, zweifacher Torschütze aus dem Hinspiel, setzte sich Manchester in Monacos Hälfte fest, zunächst allerdings ohne Durchschlagskraft.

Sane lässt Guardiola nur kurz jubeln

Guardiola gab gewohnt engagiert und gestenreich Anweisungen, doch Agüero verpasste den Anschluss nach Sanes erster zielstrebiger Aktion in der 61. Minute. Nach Vorlage von David Silva scheiterte der Argentinier vier Minuten später freistehend an Monacos Schlussmann Danijel Subasic.

Sane bekam nun immer mehr Freiräume und nutzte sie. In der 67. Minute traf er aus spitzem Winkel nur das Außennetz, wenig später staubte er ab, nachdem Subasic einen Schuss nach außen hatte abprallen lassen.

Trotzdem scheiterte Guardiola erstmals im Achtelfinale der Königsklasse.

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