Ingolstadt und München - Laut Javi Martinez ist James Rodriguez nicht erfreut über den Trainerwechsel beim FC Bayern. Er glaubt aber, dass der Kolumbianer unter Jupp Heynckes aufblüht.

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Die Entlassung von Carlo Ancelotti beim FC Bayern hat nicht alle Spieler des deutschen Rekordmeister begeistert.

Laut Javi Martinez reagierte nach dem Aus des Italieners vor allem James Rodriguez enttäuscht.

"Natürlich hat ihm das missfallen, denn Carlo ist als Trainer und als Mensch großartig", sagte Martinez der spanischen Nachrichtenagentur EFE am Rande der Dienstwagen-Übergabe der Münchner im Ingolstädter Audi Forum am Mittwoch.

James war vor der Saison auf den ausdrücklichen Wunsch von Ancelotti für zwei Jahre von Real Madrid ausgeliehen worden. Der Kolumbianer hatte bereits eine Saison in der spanischen Hauptstadt unter dem 58-Jährigen gespielt.

"Wir müssen nach vorne schauen"

Bei den Bayern gelang es dem Offensivmann mit Ausnahme des 3:0-Siegs auf Schalke bisher nicht, sein Können unter Beweis zu stellen. Martinez glaubt deshalb, dass seine Enttäuschung nicht allzu lange anhält.

"Am Ende sind wir alle Profis und müssen nach vorne schauen. James weiß das. Wir helfen ihm und wissen, dass er ein großartiger Spieler ist, der noch seinen Teil zum Erfolg beitragen wird. Und ich bin mir sicher, dass er in guter Stimmung von der Länderspielpause zurückkehrt", erklärte der Spanier.

James hatte in der Nacht zu Mittwoch mit seinem Treffer beim 1:1 gegen Peru das WM-Ticket für die "Cafeteros" gelöst. Am Donnerstag soll er zum ersten Mal unter Ancelotti-Nachfolger Jupp Heynckes auf dem Trainingsplatz an der Säbener Straße stehen.

Martinez schwärmt von Heynckes

"Jupp wird uns gut tun. Er ist ein sehr erfahrener Trainer, der mit einer ungünstigen Situation wie unserer sehr gut umgehen kann", meinte Martinez.

Der 29-Jährige hat ohnehin gute Erinnerungen an Heynckes: "Er holte mich damals (2012; Anm. d. Red.) von Athletic Bilbao und wir gewannen ein Jahr später das Triple. Die meisten von uns kennen ihn und seine Arbeitsweise. Das erleichtert vieles."

Routinier Martinez will dabei selbst anpacken, um den Münchnern zurück in die Erfolgsspur zu helfen: "Wir müssen uns alle zusammenraufen, eine Mannschaft sein. Früher halfen mir Rafinha und Claudio Pizarro mit der Sprache und der Integration. Das Gleiche versuche ich jetzt mit den Spielern zu tun, die nicht gut Deutsch sprechen."

Dazu zählt auch James Rodriguez.

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