Bayer-Profi Charles Aranguiz spielt für Chile im entscheidenden WM-Quali-Spiel, obwohl er verletzt pausieren sollte. Bei Leverkusen ist man ratlos.

Nachdem Charles Aranguiz im entscheidenden Spiel der WM-Qualifikation für Chile gegen Brasilien eine Halbzeit lang auf dem Platz stand, sind die Verantwortlichen bei Bayer 04 Leverkusen bedient.

"Als Verein bist du da machtlos", ärgert sich Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler im kicker. Der Mittelfeld-Motor hatte Ende September einen Muskelfaserriss in der Wade erlitten.

Die Bayer-Ärzte prognostizierten eine dreiwöchige Pause, von der noch mehr als eine Woche übrig war. Trotzdem spielte Aranguiz 45 Minuten lang bis zu seiner Auswechslung zur Halbzeit. Sonderlich fit wirke er dabei nicht.

Nach der 0:3-Niederlage begründete der Chilene seine Auswechslung mit "Müdigkeit" - im entscheidenden Quali-Spiel beim Stand von 0:0. Bei Bayer ist man daraufhin wohl mit Recht skeptisch. 

"Wir müssen erst herausfinden, warum er ausgewechselt wurde", sagt Leverkusens Trainer Heiko Herrlich dazu. Aranguiz' Einsatz im Bundesligaspiel am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg (ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) bleibt fraglich.

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