RB Leipzig v Borussia Dortmund - Bundesliga
Oliver Mintzlaff (r.) im Gespräch mit Ralf Rangnick © Getty Images

Oliver Mintzlaff fordert härtere Strafen bei der Umsetzung des Financial Fairplay. Der Geschäftsführer von RB Leipzig hält Geldstrafen für nicht ausreichend.

Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig, hat von der Europäischen Fußball-Union UEFA mehr Härte in der Umsetzung des Financial Fair Play (FFP) gefordert.

"Wer sich daran nicht hält, der muss drastisch bestraft werden", sagte Mintzlaff der Sport Bild: "Da reicht eine Geldstrafe nicht aus, weil die einige Vereine billigend in Kauf nehmen würden. In der Bundesliga hält sich jeder Klub an FFP."

Gleichzeitig argumentierte der Geschäftsführer des Vizemeisters gegen eine Gehaltsobergrenze nach amerikanischem Vorbild, um den steigenden Summen im Profifußball Einhalt zu gebieten: "Ich glaube nicht, dass es einen Salary Cap geben wird. Die großen Vereine spielen da nicht mit, wenn er zu niedrig ist. Und liegt die Grenze zu hoch, ist kleineren Klubs auch nicht geholfen", sagte er.

Eine Veränderung erwartet Mintzlaff hingegen bei der 50+1-Regel, die bisher die Einflussnahme von Investoren in der Bundesliga begrenzt.

"Diese deutsche 50+1-Regel ist in Europa einmalig. Dennoch denke ich, dass sich 50+1 in Deutschland verändern wird und auch verändern muss", sagte der 42-Jährige: "Es ist richtig, für Investoren interessanter zu werden. Aber es darf nicht sein, dass Investoren den Fußball als Spielzeug betrachten und nach drei Jahren keine Lust mehr haben."

Weiterlesen