Robert Lewandowski spielt seit 2014 beim FC Bayern München © Getty Images

Robert Lewandowski glaubt, dass ein Kauf von Alexis Sanchez riskant gewesen wäre. Der Pole fordert den FC Bayern zu Kreativität bei Transfers auf. Streikende Profis kritisiert er.

Stürmerstar Robert Lewandowski hat Sorge um die künftige internationale Konkurrenzfähigkeit von Rekordmeister Bayern München.

"Bayern muss sich etwas einfallen lassen und kreativ sein, wenn der Verein weiter Weltklassespieler nach München lotsen will", sagte der polnische Torjäger im Interview mit dem Spiegel. Er fügte an: "Wenn man ganz vorn mitspielen will, braucht man die Qualität dieser Spieler."

Bayern nicht so mit dem Markt gewachsen wie Real

Der FC Bayern sei in den vergangenen Jahren nicht so mit dem Markt gewachsen wie Real Madrid oder Manchester United.

"Bis heute hat Bayern München nie mehr als rund 40 Millionen an Ablösesummen für einen Spieler bezahlt. Im internationalen Fußball ist das schon längst eine Summe, die eher Durchschnitt als Spitzenwert ist", sagte Lewandowski, der Abstand zu teils irrwitzigen Transferausgaben wie bei Paris St. Germain mit Neymar und Kylian Mbappe sei "wirklich riesig".

Eingespieltheit als Plus der Münchner

Momentan agiert der FC Bayern nach Lewandowskis Ansicht allerdings sportlich sehr wohl noch auf Augenhöhe.

"Paris hat sich nun einen Weltklassekader zusammengekauft. Ob es aber auch eine Weltklassemannschaft ist, muss man abwarten. Bayern München ist als Team eingespielter, wir haben schon vieles zusammen erlebt", sagte der 29-Jährige. Ein Ende des Transferwahnsinns kann sich Lewandowski nicht vorstellen: "Fußball ist Kapitalismus pur, jeder will in dieser Branche Geld verdienen." 

Sanchez-Transfer wäre riskant gewesen

Auf die Frage, was passiert wäre, wenn der FC Bayern Alexis Sanchez vom FC Arsenal gekauft und ihm die kolportierten 25 Millionen Euro Jahresgehalt gezahlt hätte, antwortete Lewandowski: "Wo­mög­lich wä­ren dann ein paar von uns Spie­lern zum Vor­stand ge­gan­gen und hät­ten nach ei­ner Ge­halts­er­hö­hung ge­fragt", meinte der polnische Nationalspieler.

Ein solch gro­ßes Ge­fäl­le in der Ge­halts­struk­tur ei­ner Mann­schaft könne "ge­fähr­lich sein und zu Neid und Miss­gunst füh­ren."

Spieler wie Dembele verraten die Gemeinschaft

Kritisch sieht der Poledie Aktionen von Spielern wie Ousmane Dembele oder Philippe Coutinho, die im Sommer einen Wechsel erzwingen wollten, indem sie streikten:

"Ein Streik ist das schlech­tes­te al­ler Mit­tel, und so et­was kommt bei ech­ten Spit­zen­teams ei­gent­lich nicht vor", sl Lewandowski, denn: "Ein Spie­ler, der so et­was macht, ver­rät die Ge­mein­schaft, und die wird ihm das nicht ver­zei­hen. Das ist schon ein enor­mes Ri­si­ko für den Spie­ler, auch, weil er den Ruf nie­mals wie­der weg­be­kommt."

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