Zwayer
Felix Zwayer wurde beim Supercup erstmals von einem Video-Assistenten unterstützt © Getty Images

Knifflige Szene im Supercup: Joshua Kimmich legt Lewandowski aus abseitsverdächter Position den Ausgleich auf - doch der Video-Schiri sieht keinen Regelverstoß.

Gleich bei seinem ersten offiziellen Einsatz in einem Pflichtspiel in Deutschland war der Video-Schiedsrichter gefordert.

Beim 1:1-Ausgleichstreffer des  im Supercup gegen Borussia Dortmund durch Robert Lewandowski kam Vorbereiter Joshua Kimmich zuvor in abseitsverdächtiger Position an den Ball. Schiedsrichter Felix Zwayer, der per Headset mit dem Video-Assistenten in Köln verbunden ist, bekam aber via Funkspruch offenbar mitgeteilt, dass der Treffer regelkonform war. Wie sich nach dem Spiel jedoch herausstellte, gab es beim Video-Assistenten jedoch technische Probleme, die eine zweifelsfrei Analyse deutlich erschwerten.

Mit einem Griff an sein Headset signalisierte Zwayer den Kontakt zum Video-Assistenten. Anschließend deutete er auf den Anstoßpunkt. 

Auch beim zweiten Treffer der Bayern zum späteren 2:2-Endstand konsultierte Zwayer den Mann an den Bildschirmen. Bei der unübersichtlichen Situation im Dortmunder Strafraum, die in einem Billard-Tor resultierte, lag aber ebenfalls keine Regel-Verletzung vor. 

Als Video-Assistent beim Supercup fungiert Zwayers Bundesligakollege Tobias Stieler. Ihm stehen sämtliche Kameraperspektiven zur Verfügung, über zwei Operatoren erhält er die jeweils beste Kameraeinstellung sekundenschnell zugespielt. Auf diese Weise wird auch in der Bundesliga verfahren.

Die jeweiligen Videoassistenten sitzen in Köln vor diversen Bildschirmen, um bei strittigen Entscheidungen einzugreifen. Dies gilt allerdings nur für vier konkrete Auslösungsmomente: Torerzielung, Strafraumsituation, Platzverweis und Spielerverwechslung.

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