Im Supercup gegen Dortmund sorgen beide Bayern-Tore für Aufregung. Der Video-Schiedsrichter muss ran. Lewandowskis Berater wütet, Spieler sind verunsichert.

Da sage noch einer, der Videobeweis raube dem Fußball die Emotionen. 

Die ganzen Diskussionen über die umstrittenen Bayern-Tore im Supercup gegen Borussia Dortmund liefert schon fast genügend Stoff für eine ganze Saison.

Einem geht das ganze Thema aber offensichtlich ganz gewaltig gegen den Strich. 

Maik Barthel, einer der Berater von Bayern-Torjäger Robert Lewandowski, wütete bei Twitter über das späte 2:2 der Bayern (87.), das letztlich BVB-Keeper Roman Bürki mit einem Eigentor fabrizierte.

"Nach dem 2:2 jede Emotion durch den Video-Beweis getötet", schrieb Barthel.

Abseits oder Handspiel?

Grund der ganzen Aufregung: Die Münchner mussten das Votum des Video-Schiedsrichters abwarten, ehe sie den Ausgleich bejubeln konnten. 

Den hatte Referee Felix Zwayer angefunkt. Ob wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung Joshua Kimmichs oder einem möglichen Handspiel durch Niklas Süle - das blieb auch nach dem Abpfiff immer noch ein Rätsel. Einige Dortmunder Spieler hatten Handspiel reklamiert, die anderen einen Abseitspfiff gefordert.

Sahin: "Da stehst du da und wartest"

Auf einige der Beteiligten wirkte die Szene samt ihrem Nachspiel ebenfalls befremdlich. "Es ist schon ungewohnt: Man muss immer noch einmal kurz abwarten, bevor man sich freut", sagte Mittelfeldspieler Sebastian Rudy, der das Tor mit einem Freistoß eingeleitet hatte.

Und Borussia Dortmunds Nuri Sahin meinte: "Da stehst du dann da und wartest auf eine Entscheidung. So kommen bei so einem Spiel dann auch vier Minuten Nachspielzeit zu Stande."

Kritische Stimmen, die Lewandowski-Berater Barthel in seiner Meinung bestätigten dürften. 

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