Holger Badstuber spürte in München kein Vertrauen mehr
Holger Badstuber spürte in München kein Vertrauen mehr © Getty Images

Holger Badstuber erklärt, er hätte bei Bayern bleiben können. Allerdings fehlte ihm das Vertrauen, das er beim VfB spürt. Vom Reschke-Coup ist er begeistert.

Holger Badstuber ist nach seiner Unterschrift beim VfB Stuttgart erstmals vor die Presse getreten und hat seinen Wechsel erklärt.

Der Verteidiger sagte, er "hatte das Gefühl, dass der ganze Verein mich wollte, dass alle dahinter stehen. Ich habe Gespräche vor allem mit dem Trainer und Jan Schindelmeiser (Ex-Sportvorstand, Anm. d. Red.) geführt. Der Trainer ist für mich die entscheidende Person. Ich bin froh, hier zu sein."

Badstuber sieht sich in Stuttgart in einer Leaderrolle: "Wir haben viele junge Spieler. Denen will ich helfen, ihnen beistehen. Das sehe ich als meine Pflicht an."

Kein Vertrauen von Ancelotti

Beim FC Bayern München, wo er außer einem halben Jahr Ausleihe an Schalke 04 15 Jahre lang unter Vertrag stand, sah der Verteidiger auch wegen Carlo Ancelotti keine Zukunft mehr.

"Ich habe bei dem Trainer nicht das Vertrauen gesehen. Ich hätte natürlich schon bei Bayern bleiben können, aber ich habe Bock zu kicken", sagte der ehemalige Nationalspieler, der auch seine Mentoren in der Bayern-Zeit nannte: Bastian Schweinsteiger, Arjen Robben und Mark van Bommel.

Freude über Reschke-Coup

Badstuber reagierte mit Freude auf Stuttgarts Coup mit Michael Reschke. "Ich bin auf seine Rolle gespannt, darauf, wie nah er am Team dran ist. Der VfB hat mit ihm einen Top-Mann geholt", meinte der 28-Jährige: "Er ist sehr professionell und er arbeitet hart. Er kennt das große Ganze." Der deutsche Meister von 2007 hatte Reschke am Samstag als neuen Sportvorstand verpflichtet.

Angst vor weiteren Verletzungen zeigt er nicht. "Ich bin erwachsener und reifer geworden. Ich kenne meinen Körper und kann ihn genau einschätzen", so Badstuber, der nach eigenen Angaben komplett fit ist: "Ich bin seit einem Jahr gesund, aber das sehen die meisten wieder nicht."

Die Nationalmannschaft habe er noch nicht abgehakt, allerdings gebe es momentan keinen Kontakt zu Bundestrainer Joachim Löw.

Weiterlesen