Im Transferkrimi um Ousmane Dembele wird es immer rätselhafter. Dembele fehlt beim Training, Trainer Peter Bosz weiß zunächst nicht, wo der Spieler ist. Der BVB reagiert.

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Der Transferkrimi um Borussia Dortmunds Ousmane Dembele wird immer verrückter.

Der 20-Jährige galt vorübergehend als verschollen.

Am Donnerstagvormittag fehlte er beim Training. Laut Trainer Peter Bosz war er nicht zu erreichen. Am Nachmittag teilte der BVB Dembeles Aufenthaltsort mit, der Youngster wurde daraufhin erstmal suspendiert.

Der BVB bestätigte darüber hinaus in einer Ad-hoc-Meldung, dass es ein Angebot des FC Barcelona gegeben habe.

SPORT1 fasst den Transferkrimi um Dembele am Donnerstag zusammen.

Morgens: Real steigt in Dembele-Poker ein

Jetzt soll auch Real Madrid Interesse an Dembele haben.

Nach Angaben der dem FC Barcelona nahe stehenden Sportzeitung El Mundo Deportivo wollen sich die Galaktischen in den Poker einmischen.

Hintergrund: Die Königlichen hatten eigentlich Monaco-Juwel Kylian Mbappe eingeplant, der aber PSG vorzieht.

Laut El Mundo Deportivo hält Real Dembele für eine passende Alternative und aktiviert seinen früheren Sportdirektor Predrag Mijatovic. Der Schütze des Siegtors bei Reals Champions-League-Sieg 1998 gilt als sehr gut bekannt mit Dembeles Agenten Moussa Sissokho.

Vormittags: Dembele fehlt beim Training

Am Mittwoch hatte Dembele noch beim offiziellen Fototermin für das BVB-Mannschaftsfoto posiert.

Am Vormittag wird er beim Training überraschend nicht gesichtet.

Neue Nahrung für die Gerüchte um seinen Abschied.

14 Uhr: Bosz kann Dembele nicht erreichen

Bei der Pressekonferenz vor dem Erstrundenspiel im DFB-Pokal am Samstag beim Sechstligisten 1. FC Rielasingen-Arlen gesteht Trainer Peter Bosz: "Er war nicht beim Training am Vormittag. Ich habe keine Ahnung, warum nicht. Wir haben versucht ihn zu erreichen, das ist nicht gelungen. Ich hoffe, dass nichts Schlimmes passiert ist. Ob das mit Barcelona zu tun hat, kann ich nur spekulieren."

16 Uhr: BVB bestätigt Barca-Angebot

Die Borussia verschickt eine Ad-Hoc-Mitteilung.

Im Wortlaut heißt es:

Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA ("BVB") hat ein Gespräch mit dem katalanischen Fußballklub FC Barcelona in Bezug auf einen möglichen Transfer des BVB-Spielers Ousmane Dembélé ("Spieler") zum FC Barcelona geführt. 
 
In diesem Gespräch haben die Vertreter des FC Barcelona ein Angebot unterbreitet, welches nicht dem außerordentlichen fußballerischen und sonstigen Stellenwert des Spielers und auch nicht der derzeitigen wirtschaftlichen Marktsituation des europäischen Transfermarktes entsprach. Dieses Angebot hat der BVB daher abgelehnt. 
 
Da bis zum heutigen Tag kein anders lautendes Angebot des FC Barcelona vorliegt, ist derzeit mit einem Transfer des Spielers zum FC Barcelona nicht zu rechnen und dieser aktuell nicht überwiegend wahrscheinlich.

17 Uhr: Dembele vorübergehend suspendiert

Entgegen anderslautender Gerüchte befindet sich Dembele nicht eigenmächtig auf dem Weg nach Barcelona, sondern hält sich in Dortmund auf. Das erklärt Manager Michael Zorc.

Trotzdem scheint klar: Dembele will sich offenbar nach Barcelona streiken.

Der BVB reagiert auf Dembeles unentschuldigtes Fehlen und suspendiert ihn für das Spiel im DFB-Pokal.

"Ousmane Dembélé hat heute unentschuldigt beim BVB-Training gefehlt und sich offenbar bewusst zu diesem Schritt entschieden. Dieses Fehlverhalten werden wir selbstverständlich sanktionieren. Obendrein haben wir den Spieler, der sich gegenwärtig entgegen anderslautender Berichte in Dortmund aufhält, in Absprache mit dem Trainer zunächst bis nach dem Pokalspiel am kommenden Wochenende vom Trainings- und Spiel-Betrieb suspendiert", erklärte Zorc.

Zudem bekommt Dembele angeblich eine Geldstrafe aufgebrummt, die laut Bild im niedrigen sechsstelligen Bereich liegen soll.

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