Ousmane Dembele steht vor einem Wechsel von Dortmund zum FC Barcelona
Ousmane Dembele steht vor einem Wechsel von Dortmund zum FC Barcelona © Getty Images

Der mögliche Verkauf von Ousmane Dembele zum FC Barcelona sorgt auf dem Aktienmarkt für einen neuen Höhenflug der BVB-Aktie.

Die Aussicht auf einen 120-Millionen-Transfer von Flügelstürmer Ousmane Dembele zum FC Barcelona hat die Aktie von Borussia Dortmund am Mittwoch auf ein 16-Jahres-Hoch getrieben. Das Papier kletterte im frühen Xetra-Handel auf über 6,60 Euro. So hoch wurde die Aktie zuletzt Anfang September 2001 notiert.

Der Ausgabepreis der Aktie des einzigen börsennotierten deutschen Fußballvereins betrug am 31. Oktober 2000 elf Euro. Danach fiel das Papier ins Bodenlose. In den Jahren 2008, 2009 und 2010 war der Anteilsschein zwischenzeitlich sogar zu einem Pennystock verkümmert, also weniger als einen Euro wert. Seit 2011 jedoch befindet sich die Aktie wieder im steten Aufwind.

Schmerzgrenze bei über 100 Millionen

L'Equipe und der kicker berichten übereinstimmend von einer Schmerzgrenze in Höhe von 120 Millionen Euro, die die Dortmunder Verantwortlichen um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke für Dembele aufgerufen haben sollen.

Der katalanische Radiosender RAC 1 will sogar von einem Mindestbetrag in Höhe von 150 Millionen Euro wissen.

So oder so: Dembele wäre hinter Neymar auf einen Schlag der zweitteuerste Spieler der Fußballgeschichte - und der BVB hätte innerhalb eines Jahres mehr als 100 Millionen Euro Transfererlös mit dem Turbodribbler gemacht, der erst im vergangenen Sommer für rund 15 Millionen Euro von Stade Rennes gekommen war und in Dortmund aktuell noch einen Vertrag bis 2021 hat.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wollte auf SID-Anfrage am Mittwoch "keinen Kommentar" abgeben. 

Sportliches Risiko

Der Wechsel des Angreifers birgt für die Borussia rund zwei Wochen vor Beginn der Saison ein hohes sportliches Risiko. Mit Marco Reus, Raphael Guerreiro und Julian Weigl fallen drei Leistungsträger noch länger verletzt aus. Und ob der BVB so kurzfristig einen adäquaten Ersatz bekommt, ist fraglich. 

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