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Der Chinese Yuning Zhang stürmt ab sofort für Werder Bremen © Getty Images

Mit der Verpflichtung des Chinesen Yuning Zhang scheint Bremen ein PR-Coup gelungen zu sein. Das Interesse in China ist so groß, dass der Livestream zusammenbricht.

Der Presseraum war bestens gefüllt, der Internet-Livestream brach zeitweise zusammen - Werder Bremen hat mit der Vorstellung des Chinesen Yuning Zhang einen PR-Coup gelandet. Das Interesse an dem chinesischen Nationalspieler und seinem neuen Klub aus der Bundesliga war im Reich der Mitte offenbar so groß, dass die Hanseaten bei der Übertragung über ihren Online-Sender technische Probleme bekamen.

Und so verpassten viele neue Werder-Fans in Fernost Zhangs launigen ersten Auftritt in Grün-Weiß. "An meinem ersten Tag war ich im Ratskeller und habe typisch bremisches Essen gegessen. Es war etwas hart", sagte der 20-Jährige auf englisch und sorgte für einen Lacher: "Ich kann nicht sagen, dass ich das Essen mag, aber ich hasse es auch nicht." Begleitet wurde der Angreifer von seinem Vater, der sich einen Werder-Schal um den Hals gewickelt hatte. Eine Freundin hat er aber nicht, versicherte Zhang in Richtung des weiblichen Anhangs: "Ich bin Single."

"Ich bin sehr stolz"

Werder hatte Zhang am Montag für zwei Jahre vom englischen Erstligisten West Bromwich Albion ausgeliehen. "Es ist einer der größten Momente meines Lebens, hier zu unterschreiben. Ich bin sehr stolz", sagte er vor zahlreichen Reportern aus China, nachdem er am Mittwoch erstmals am Mannschaftstraining teilgenommen hatte: "Werder ist in China sehr bekannt, aber ich möchte dazu beitragen, den Verein noch bekannter zu machen."

Inwieweit Zhang Werder auch sportlich weiterhelfen kann, bleibt abzuwarten. Sein Vorbild ist jedenfalls eine Bremer Legende. "Ich habe Miroslav Klose sehr bewundert. Er ist einer der besten Stürmer überhaupt", sagte Zhang, der an der Weser nicht nur ein Maskottchen sein will: "Ich möchte mich schnellstmöglich eingewöhnen. Ich weiß nicht, wie lange es dauert, aber ich werde hart dafür arbeiten."

Werder-Sportchef Frank Baumann hofft, dass er den "Konkurrenzkampf anheizt. Wir wollen sportlich von ihm profitieren", sagte der Ex-Profi: "Wir sind als Ausbildungsverein bekannt, den Ruf wollen wir weiter ausbauen."

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