Trotz seines verpatzten Einstands erwartet der Weltmeister, dass er beim VfB Stuttgart im Tor stehen wird. Die Erwartungen an den Torwart sind hoch.

Weltmeister Ron-Robert Zieler will sich beim Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart nicht mit der Rolle der Nummer zwei zufrieden geben. "Mein Anspruch ist ganz klar, wieder regelmäßig zu spielen. Deshalb bin ich auch hierher gekommen, um mich durchzusetzen. Ich will am liebsten jedes Spiel machen", sagte der 28 Jahre alte Torwart am Donnerstag im Trainingslager in Grassau im Chiemgau.

Der Ersatztorhüter der deutschen Nationalmannschaft beim Titelgewinn 2014 in Brasilien hatte am Dienstag einen Dreijahresvertrag beim VfB unterschrieben. Dort war zuletzt der Australier Mitch Langerak die Nummer eins gewesen.

Die Erwartungen an Zieler sind hoch. "Wir wollen eine junge, entwicklungsfähige Mannschaft aufbauen. Wir wissen aber auch, dass wir Anker brauchen, erfahrene Spieler, die den Jungen halt geben. Ron kann diese Rolle ausfüllen", sagte Vorstand Jan Schindelmeiser. 

Zieler wechselte aus der Premier League von Leicester City zum VfB. Beim englischen Meister von 2017 hatte er sich nicht gegen den Dänen Kasper Schmeichel durchsetzen können. "Es war trotzdem nicht alles schlecht. Ich habe einige Erfahrungen mitnehmen können. Ich habe mich als Persönlichkeit weiterentwickelt", sagte der frühere Hannoveraner im Rückblick.

Durch seine Ersatzrolle in Leicester war Zieler zuletzt auch bei Bundestrainer Joachim Löw kein Thema mehr. Abgehakt sei die Nationalmannschaft aber keineswegs, "warum auch? Aber ich muss einen Schritt nach dem anderen gehen und erst einmal Leistung bringen."

Zieler hatte am Mittwochabend ein unglückliches Debüt für den Bundesliga-Rückkehrer erlebt. Beim 1:2 im Test gegen Zweitligist Dynamo Dresden sah Zieler bei einer Bogenlampe aus 40 Metern ziemlich schlecht aus. "So etwas ist mir noch nie passiert. Der Einstand wird in Erinnerung bleiben", sagte er dazu mit einem Schmunzeln.

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