Götze, Aubameyang und Dembele: Drei Schlüsselpersonalien für den neuen BVB-Coach Peter Bosz © SPORT1-Grafik: Getty Images/ Davina Knigge

Dortmund - Als letzter Bundesligist startet Borussia Dortmund in die Vorbereitung. Vor dem neuen Trainer Peter Bosz liegt viel Arbeit - nicht nur wegen der Personalie Aubameyang.

von Christoph Küppers

Langsam heißt es auch für die BVB-Profis: Urlaubsmodus ausschalten, volle Konzentration und absoluter Fokus auf die neue Saison!

Am Freitag startet Borussia Dortmund als letzter Bundesligist in die Saisonvorbereitung. Zunächst steht eine interne Leistungsdiagnostik auf dem Programm. Am Samstag bittet Trainer Peter Bosz dann erstmals auf den Trainingsplatz.

Der Niederländer übernimmt vom umstrittenen Ex-Coach Thomas Tuchel, der sich zwar mit einer Menge interner Querelen, aber eben auch mit dem DFB-Pokalsieg verabschiedete.

Der Druck könnte für Peter Bosz also kleiner sein - auf den Trainer wartet viel Arbeit. SPORT1 nennt vor dem Trainingsstart die fünf größten BVB-Baustellen.

1. Was passiert mit Aubameyang?

Kürzlich schien ein Transfer von Superstar Pierre-Emerick Aubameyang nur noch Formsache. China-Klub Tianjin Quanjian, Paris Saint-Germain, der AC Mailand und Manchester United standen Schlange.  

Doch nach und nach zerschlugen sich alle Wechsel-Optionen. Jetzt sagte BVB-Manager Michael Zorc der Bild: "Wir erwarten Auba am Freitag zum Trainingsstart in Dortmund."

Aktuell ist vollkommen unklar, ob Aubameyang wechseln will oder sich ein weiteres Jahr in Dortmund vorstellen kann. Möglich, dass aus China nach dem geplatzten Wechsel von Anthony Modeste noch einmal ein neues Angebot kommt.

Die BVB-Bosse drängen jetzt aber – mit Blick auf die Verpflichtung eines möglichen Nachfolgers – auf eine Entscheidung. Spätestens bis zum zweiten Trainingslager in Bad Ragaz (26. Juli bis 2. August) wollen sie Klarheit.

2. Wie läuft der Dembele-Poker?

Viele Gerüchte gibt es auch um Senkrechtstarter Ousmane Dembele, der weiter beim FC Barcelona hoch im Kurs steht.

Der BVB bezog jedoch klar Stellung und erklärte Dembele für unverkäuflich. Angesprochen auf einen Wechsel sagte Manager Zorc in der Welt: "No way! Was wir bei ihm gesehen haben, war außergewöhnlich. Sowohl was seine Entwicklung angeht als auch seine Bedeutung für die Mannschaft."

Doch was möchte der Spieler? Verdreht ein mögliches Angebot des großen FC Barcelona einem 20-Jährigen den Kopf? Hier müssen die BVB-Bosse und Trainer Bosz Überzeugungsarbeit leisten.

3. Wo steht Mario Götze?

Noch ist nicht sicher, ob Mario Götze beim Trainingsauftakt dabei ist. Der WM-Siegtorschütze sieht die kommende Saison als persönlichen Neustart an, will im Laufe der Vorbereitung wieder voll angreifen.

Dafür hat Götze bereits in der Pause geschuftet. Fotos aus seinem USA-Urlaub zeigen den 25-Jährigen trainiert und fit wie zu Profi-Anfangszeiten. Offensichtlich schlug die Therapie wegen der schweren Stoffwechselerkrankung an.

BVB-Star Mario Götze zeigt sich bei einer Laufeinheit in Florida
BVB-Star Mario Götze zeigt sich bei einer Laufeinheit in Florida © instagram.com/gotzemario

Und auch privat läuft es beim Weltmeister: Im Sommer verlobte er sich mit Freundin Ann-Katrin Brömmel.

Jetzt ist nur die Frage, wie fit Götze wirklich ist und wie Bosz mit dem 25-Millionen-Mann plant.

4. Was ist mit den Verletzten?

Marco Reus, Julian Weigl, Raphael Guerreiro, dazu Götze und Andre Schürrle – der BVB geht mit einer prominenten Verletztenliste und einigen Fragezeichen in die neue Saison.

Götze und Schürrle können wohl von Anfang an angreifen. Aber wie weit sind sie wirklich?

Bei Guerreiro bestätigten sich die schlimmsten Befürchtungen nicht. Der Portugiese erlitt beim Confed Cup keinen Knöchelbruch, sondern "nur" eine Prellung. Er wird wohl im Laufe der Vorbereitung zum Kader stoßen.

Anders sieht die Lage bei Reus (Kreuzband-Teilriss) und Weigl (Sprunggelenkbruch) aus.

Weigl vermeldete bei Twitter zwar das Ende seiner sechswöchigen "Krücken-Zeit". Der 21-Jährige wird dem BVB aber erst im Herbst wieder voll zur Verfügung stehen. Reus kehrt sogar erst 2018 wieder auf den Platz zurück.

Maximilian Philipp und Mo Dahoud sollen die Nationalspieler zumindest teilweise gleichwertig ersetzen.

5. Wer geht noch?

Der Kader ist zu groß. Auch nach dem Wechsel von Confed-Cup-Sieger Matthias Ginter zu Borussia Mönchengladbach stehen immer noch 33 Spieler im Aufgebot.

Gesprächsbereit sind die BVB-Macher nach SPORT1-Informationen bei Neven Subotic, Sebastian Rode und Joo-Ho Park. Während es für Subotic einige Angebote gibt, würde Rode sich gern in Dortmund durchbeißen.

Auch Emre Mor oder Felix Passlack könnten noch gehen – die Toptalente sollten aber eher ausgeliehen werden.

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