München - Mit James Rodriguez kommt ein Weltstar zum FC Bayern. Ein Mann mit Charisma und Besonderheiten. SPORT1 verrät, wie die Transfer-Granate tickt.

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Mit James Rodriguez hat der FC Bayern nicht nur einen begnadeten Fußballer unter Vertrag genommen, sondern einen Weltstar. Einen Publikumsliebling, der Glanz und Glamour verkörpert. Eine Marke. 

Doch wie tickt die Transfer-Granate des Rekordmeisters eigentlich als Mensch? SPORT1 blickt hinter die Fassade und lüftet zehn Geheimnisse über den Neuzugang von Real Madrid.

- Sein Film-Name

James David Rodriguez Rubio heißt der Wunschspieler von Bayern-Coach Carlo Ancelotti mit vollem Namen.

Dieser ist zum einen an den des Film-Geheimagenten "James Bond" angelehnt, zum anderen aber auch an den Namen seines Vaters: Wilson James Rodriguez. Dieser war übrigens zwischen 1985 und 1992 selbst Profi in Kolumbien.

- Seine beiden Väter

Der heute 26-Jährige hatte keine einfache Kindheit. Im Alter von fünf Jahren musste er die Trennung seiner Eltern verkraften.

Sein Stiefvater Juan Carlos Restrepo kümmerte sich aber vorbildlich um den Jungen, fuhr ihn zu jedem Training und sah ihm bei seinen Spielen zu. Zuletzt meckerte er sogar im spanischen Radio über dessen Reservistenrolle bei Real.

"Ohne seine Unterstützung hätte ich es nicht so weit geschafft. Er steht mir immer zur Seite", sagte James einmal. Zu seinem leiblichen Vater hat er heute dennoch einen guten Draht. 

- Seine Tattoos

In James' Leben dreht sich alles um seine vierjährige Tochter Salome. Er verbringt den Großteil seiner Freizeit mit der Kleinen - und widmet ihr jeden Torjubel.

Wenn er trifft, küsst er immer seinen rechten Unterarm, wo der Name seiner Prinzessin tätowiert ist. Zudem zeigt er den Kameras oft einen Vogel, was sie auch oft macht. 

Überhaupt steht die Familie für James über allem. Neben Tochter Salome hat er sich auch noch Mutter Pilar, Schwester Juana und Ehefrau Daniela auf seiner Haut verewigen lassen.

James zeigt den Vogel - wie seine Tochter Salome © Getty Images

- Seine Frau

Daniela Ospina heißt die Frau an der Seite von James. Das Paar lernte sich 2008 übers Internet kennen und heiratete bereits zwei Jahre später.

Die 24-Jährige stammt ebenfalls aus Kolumbien und ist sportbegeistert. Ihr Bruder David Ospina hütet das Tor des FC Arsenal und sie selbst spielt in der Volleyball-Nationalmannschaft der "Cafeteros".

Aus diesem Grund ist sie auch häufig mit Salome in Kolumbien, was sich offensichtlich negativ auf die Ehe mit James auswirkt. In der spanischen Boulevardpresse kursierten in den vergangenen Jahren immer wieder Gerüchte über eine mögliche Trennung. 

"Jede Beziehung hat Höhen und Tiefen. Aber die Tiefen gehen auch vorüber", gab sich Ospina zuletzt zuversichtlich.

- Seine Freizeitbeschäftigung

Wenn er seine beiden Liebsten nicht in seiner Nähe hat, beschäftigt sich James gerne mit Videospielen. Sein Favorit: FIFA von EA Sports.

In seiner Kindheit nahm er sogar oft an FIFA-Turnieren in seinem Viertel teil und zählte zu den besten Zockern.

- Seine Vorliebe für Mode

James hat auch ein großes Faible für Mode.

Er stand schon für Top-Designer wie Calvin Klein oder Hugo Boss vor der Kamera und rief sogar 2014 seine eigene Unterwäsche-Kollektion "J10 James" ins Leben.

- Sein Musikgeschmack

Als Latino hat James selbstverständlich auch den Rhythmus im Blut. Er tanzt gerne zu Salsa und Reggaeton, seine Lieblingskünstler sind die kolumbianischen Popstars J Balvin und Kevin Roldan.

Bei Real und in der kolumbianischen Nationalmannschaft hat er schon diverse Tanzeinlagen auf dem Platz mit seinen Kollegen hingelegt. Zudem wirkte er schon in einem Musikvideo von Shakira mit.

- Sein Adlerauge

Klingt seltsam, ist aber so: James sieht mehr als ein durchschnittlicher Mensch. Er verfügt über ein peripheres Sichtfeld. Er bekommt also auch Dinge mit, auf die er seinen Blick nicht gezielt richtet.

Heißt für den Fußball: Er kann die Bewegungen und Lücken im Spiel besser erkennen. Das zeichnet auch Mesut Özil aus - oder einst Franz Beckenbauer.

- Sein Sprachproblem

Der WM-Torschützenkönig 2014 ist der Beweis dafür, dass auch Fußballer etwas im Köpfchen haben können: Er hat per Fernstudium den Systemingenieur gemacht. 

Doch selbst ein vermeintlicher Alleskönner wie James ist nicht perfekt. In seiner Jugend stotterte er und musste die Hilfe eines Logopäden zu Rate ziehen, um richtig sprechen zu können.

- Seine Angst

Am Neujahrstag 2016 füllte James auf kuriose Art und Weise die spanischen Zeitungen. Auf dem Weg zum Trainingsgelände von Real lieferte er sich eine irre Verfolgungsjagd mit der Polizei.

Der Mittelfeldstar fuhr in einer Tempo-100-Zone doppelt so schnell. Die Lautsprecher-Durchsagen ignorierte er. Als ihn die Polizisten schließlich stellten, meinte er: "Ich dachte, ich werde entführt."

In seiner Heimat Kolumbien tarnen sich Entführer öfter als Polizisten. James hatte Angst - auch, weil sein Onkel Antonio 1995 von drei Motorrad-Dieben erschossen worden war.

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