Hamburger SV Trainig Session
Markus Gisdol kann die Kritik an dem HSV-Investor nicht verstehen © Getty Images

HSV-Trainer Markus Gisdol stellt sich gegen die Kritiker von Investor Klaus-Michael Kühne. Kühne sei ein großes Gut für den Hamburger SV.

Trainer Markus Gisdol vom Hamburger SV verteidigte das in der Öffentlichkeit teilweise kritisch gesehene Engagement von Investor Klaus-Michael Kühne. "In meinen Augen entspricht sein Bild in der Öffentlichkeit nicht der Realität. Für den Verein ist dieser Mann mit seinem großen HSV-Herzen ein ganz großes Gut, das es zu pflegen gilt", sagte Gisdol der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Der Einfluss Kühnes im Klub sei nicht unverhältnismäßig: "Er hat nicht ein einziges Mal Forderungen gestellt oder gesagt, dieses oder jenes erwarte ich. Er stellt Mittel zur Verfügung und möchte dann unterrichtet werden, wie der Stand der Dinge ist. Das halte ich für legitim."

Ungerechter Vergleich mit der Vergangenheit

In der aktuellen Situation des HSV sieht Gisdol vor allem die Vergleiche mit der großen Vergangenheit des Klubs als Belastung für das Team. "Die alten Zeiten und frühere Erfolge sollten nicht dazu führen, dass man ständig zu hohe Erwartungen an den HSV hat. Man muss der Tatsache ins Auge sehen, dass der Verein an Boden verloren hat", so der Trainer.

"Zu kritisieren, dass der Verein die Erfolgsspur früherer Tage verlassen hat, ist insofern ungerecht diesen Spielern und Verantwortlichen gegenüber", führte der 47-Jährige weiter aus. Nach dem Abstiegskampf der vergangenen Jahre müsse man nun "Schritt für Schritt Stabilität zurückgewinnen. Es ist ganz schnell etwas zerstört. Aber es wieder aufzubauen ist schwierig."

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