FC Bayern Muenchen v Borussia Dortmund - DFB Cup Semi Final
Thiago glaubt an die Stärke des Bayern-Kaders © Getty Images

Der Mittelfeldmann des Rekordmeisters sieht seinen Verein auf einem guten Weg und rät von überteuerten Transfers ab. Die Kritik an Ancelotti kann er nicht nachvollziehen.

Bayern-Star Thiago Alcantara hat sich gegen Mega-Transfers seines Vereins ausgesprochen,

"Ich glaube, den Verein Bayern München hat immer ausgezeichnet, dass es nicht einen einzelnen Spieler gibt, der alle überragt", sagte der 26-Jährige in der Sport Bild. "Klar will jeder Einzelne so gut wie möglich spielen, aber unsere Mannschaft zeichnet sehr stark der Charakter, der Zusammenhalt aus. Alle Spieler - jene, die schon hier waren, und die neuen - müssen alles geben und zusammen die Mannschaft besser machen."

Von einem Transfer über 100 Millionen Euro hält der Spanier wenig: "Man muss auch nicht unbedingt so viel Geld ausgeben. Es gibt so viele Spieler mit großen Talenten, die noch zu entdecken sind und die nicht diese Unmengen an Geld kosten. Das ist eben der Weg des FC Bayern: einen Spieler verpflichten und ihn formen. So war es immer, das habe ich an diesem Verein schon in Spanien immer bewundert. Die Verantwortlichen arbeiten sehr gut und mit Auge."

Auf Augenhöhe mit Real und Barca

Auch die Kritik an Trainer Carlo Ancelotti kann der Mittelfeldmann "null Komma null" nachvollziehen. Im Gegenteil: "Wir haben teilweise fantastisch gespielt und auch unter unglücklichen Entscheidungen gelitten. Aber das ist schon alles. Real Madrid war nicht besser als wir, sondern hatte etwas mehr Glück. Und sie gewannen am Ende souverän den Titel. Also was soll die Kritik am Trainer? Das ist Unsinn. Er hat das Beste aus der Mannschaft herausgeholt."

Dass man mit den Großen des europäischen Fußballs mithalten kann, zeigen die Bayern seit Jahren. Auch, wenn seit dem Triumph 2013 in der Champions League stets gegen spanische Teams das Aus kam. "Vergleichen Sie doch die Teams", antwortet Thiago auf Barcelona und Real angesprochen.

"Wir haben auch Weltstars. Es gibt keinen qualitativen Unterschied, wir sind zu 100 Prozent auf dem gleichen Level. Und eines ist sicher: Wenn wir in der Kabine sind, sprechen wir nicht über Weltstars, sondern über Kameradschaft."

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