Hellmut Krug während eines Workshops für den Videobeweis
Hellmut Krug während eines Workshops für den Videobeweis © Getty Images

Beim FIFA Confederations Cup sorgte der Videobeweis für allerlei Verwirrungen. Für die Bundesliga geloben die deutschen Schiedsrichter Besserung.

Trotz der Verwirrungen beim Confed Cup sind die deutschen Schiedsrichter-Chefs fest vom Videobeweis überzeugt.

"Es ist nicht alles optimal gelaufen. Das konnte es auch nicht", sagte Hellmut Krug, neuerdings "Chef-Instruktor" der Unparteiischen beim DFB: "Wir arbeiten seit einem Jahr daran, die Schiedsrichter beim Confed Cup wurden gerade einmal zehn Tage vorbereitet."

Drei falsche Entscheidungen beim Confed Cup

Bei dem Turnier waren auch mit dem Videobeweis drei falsche Entscheidungen getroffen worden. Unter anderem hätte der Chilene Gonzalo Jara für seinen Ellbogenschlag gegen Timo Werner im Finale die Rote Karte sehen müssen.

"Wir sind überzeugt davon, dass das in Deutschland funktioniert", sagte Krug. Auch, wenn "nicht alles" sofort reibungslos laufen werde. "Wir befinden uns noch auf dem Lernweg", sagte Krug.

Entscheidungen in der Bundesliga viel schneller

Für die Entscheidungsfindung peilen die deutschen Schiedsrichter einen Schnitt zwischen zehn und 40 Sekunden an. "Bei Abseits oft sogar unter zehn Sekunden", sagte Krug: "Die Zeit wird deutlich unter dem liegen, was wir bei beim Confed Cup erlebt haben."

Nicht angedacht ist es, den Zuschauern den Videobeweis auf den Videoleinwänden zu zeigen. "Das ist diskutiert worden", sagte Krug. Das FIFA-Gremium IFAB habe aber davon abgeraten. "Das könnte zu einer Unruhe führen. Wir überlegen, Wortblöcke anzuzeigen, was diskutiert und entschieden wurde", sagte Krug.

Weiterlesen