Werder Bremen verlängert den Vertrag von Trainer Alexander Nouri. Über die exakte Laufzeit des Vertrags wird Stillschweigen bewahrt.

Neuer Vertrag vor dem Saisonfinale bei Borussia Dortmund: Werder Bremen hat Alexander Nouri für den erfolgreich bestandenen Abstiegskampf honoriert und den Trainer mit einem neuen Kontrakt ausgestattet. Die alte Vereinbarung mit dem 37-Jährigen war nur bis zum Saisonende befristet.

"Wir freuen uns, dass wir den gemeinsamen Weg fortsetzen", sagte Werders Sport-Geschäftsführer Frank Baumann. Über die Laufzeit des neuen Vertrages wurde noch nichts bekannt, Nouri und Baumann werden sich am Dienstag während einer Pressekonferenz äußern.

Nouri erleichtert

Auch Nouri gab sich erleichtert, dass die Verhandlungen zu einer Einigung führten: "Ich freue mich über das Vertrauen des Vereins, die Unterstützung der Fans und ein leidenschaftliches und hungriges Team um mich herum." Durch zwei Niederlagen in Serie sind die Chancen der Hanseaten, sich noch für die Europa League zu qualifizieren, aber stark gesunken.

Der Halb-Iraner hatte die Norddeutschen im September vergangenen Jahres von seinem glücklosen Vorgänger Viktor Skripnik in einer prekären Lage übernommen.

Nouri drohte bereits Entlassung

Nach einem Zwischenhoch gingen die ersten vier Partien im Kalenderjahr 2017 verloren, auch Nouri drohte der rasche Rauswurf. Doch in der Folgezeit bekam der ehemalige Zweitliga-Profi mit seinen Schützlingen sportlich die Kurve und führte sie mit einer Erfolgsserie bis ins gesicherte Mittelfeld.

Die wochenlange Ungewissheit über seine Zukunft an der Weser hatte der frühere U-23-Trainer der Grün-Weißen nach außen stets gelassen hingenommen. "Selbst Vertragslaufzeiten geben ja keine Garantie, am Ende zählen die Ergebnisse. Mit diesen Mechanismen muss man sich arrangieren", sagte Nouri.

Anders als die meisten seiner Kollegen scheut sich der Fußball-Lehrer nicht, auch zu politischen Vorgängen Stellung zu nehmen. So kritisierte er das umstrittene Einreisedekret von US-Präsident Donald Trump und positionierte sich im Vorfeld der Bundestagswahl im September eindeutig gegen von der AfD propagierte gesellschaftliche Entwicklungen. "Ich wehre mich dagegen, dass Leute das Rad zurückdrehen wollen", erklärte Nouri in einem Interview mit der Welt am Sonntag.

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