Vor dem Anpfiff zwischen dem VfL und Braunschweig kam es zu Auseinandersetzungen © Imago

Traditionsverein gegen Emporkömmling: Wolfsburg stemmt sich im Duell mit Nachbar Braunschweig gegen den Abstieg. Vor dem Anpfiff kommt es zu Krawallen.

Groß gegen Klein, Traditionsverein gegen Emporkömmling, aber auch Volkswagen gegen Volkswagen - die bislang geographisch engste Bundesliga-Relegation spaltet das östliche Niedersachsen, Risse ziehen sich durch Familien und entzweien Werkskollegen.

Torsten Lieberknecht allerdings will das erste von zwei K.o.-Spielen am Himmelfahrtstag (ab 20.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) beim VfL Wolfsburg nicht künstlich überladen.

"Erst fahren wir da hin, dann kommen sie zu uns", sagte der Trainer von Eintracht Braunschweig betont gelassen. "Es reicht nicht mehr ..."

Normalität ist Trumpf in der Löwenstadt. Der Bundesliga-16. hingegen war schon am Montag aus der Region in die Niederlande "geflüchtet". In der 3500-Seelen-Gemeinde De Lutte verkrochen sich die Wölfe im Vier-Sterne-Hotel Bloemenbeek, Übungseinheiten und Minigolfmatches inklusive.

Nach der Rückkehr gab sich auch Wölfe-Coach Andries Jonker am Mittwochabend in Wolfsburg ganz entspannt: "Wenn man wegfährt, müssen die Bedingungen ähnlich gut sein wie in Wolfsburg. In De Lutte war es überragend. Es war eine angenehme Atmosphäre." Der 54-Jährige machte aber auch deutlich: "Jetzt müssen wir wirklich gewinnen. Es reicht nicht mehr, zu wissen, dass wir gut spielen können."

SPORT1 fasst die wichtigsten Informationen vor dem Relegations-Hinspiel zusammen:

+++ Polizei reagiert mit Wasserwerfern auf Krawalle +++

Vor dem Relegations-Derby zwischen dem Bundesligisten VfL Wolfsburg und Zweitligist Eintracht Braunschweig ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und der Polizei gekommen.

Beim Braunschweiger Fanmarsch zum Stadion setzte die Polizei Wasserwerfer ein, weil einige Anhänger offenbar die von den Sicherheitskräften vorgegebene Route verlassen wollten und mit Flaschen geworfen hatten. Rettungswagen waren ebenso im Einsatz.

Wie ein Polizeisprecher erklärte, seien aus einer Gruppe von 1200 Braunschweig-Fans Flaschen und Steine auf Polizisten geworfen worden. Auf dem Weg zum Stadion sei auch Pyrotechnik eingesetzt worden.

Die Beamten hätten die Lage per Wasserwerfer beruhigt, weitere Schwierigkeiten habe es nicht gegeben, auch keine Festnahmen.

Schon in der Nacht zum Donnerstag wurden zwei Wölfe-Fans wegen gefährlicher Körperverletzung festgenommen. Ihnen wird laut Polizei vorgeworfen, in der Wolfsburger Innenstadt zwei 18 Jahre alte Anhänger der Eintracht mit Schlägen und Tritten verletzt zu haben. Die Opfer gaben an, von einer etwa zehnköpfigen Gruppe angegriffen worden zu sein.

+++ So spielen Wolfsburg und Braunschweig +++

+++ Wolfsburger Fanmarsch in Bewegung +++ 

Nicht einmal mehr zwei Stunden bis zum Anpfiff - und die Anhänger beider Klubs machen sich auf den Weg zum Stadion. Der Wolfsburger Fanmarsch hat sich formiert und ist in Richtung Volkswagen-Arena gestartet. Und bislang bleibt es auch schön friedlich.

Auch die Braunschweiger Fußballfans sind vom Hauptbahnhof in Richtung Volkswagen-Arena gestartet.

© twitter@Polizei_WOB

+++ Zwei Wolfsburg-Fans festgenommen +++

Im Vorfeld des brisanten Niedersachsen-Derbys ist es in der Nacht auf Donnerstag zu ersten Auseinandersetzungen gekommen.

Wie  die Polizei Wolfsburg in einer Pressemitteilung mitteilte, müssen sich zwei Anhänger des VfL Wolfsburg wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Die 25 und 27 Jahre alten Männer lieferten sich demnach eine Auseinandersetzung mit zwei jeweils 18-jährigen Anhängern von Eintracht Braunschweig. Ein Opfer erlitt dabei einen Nasenbeinbruch.

Die Geschädigten gaben bei ihrer Vernehmung an, dass sie kurz nach Mitternacht von einer etwa zehnköpfigen Gruppen in einem Hinterhof eines Mehrfamilienhauses angegriffen wurden.

Einsatzkräfte nahmen die Tatverdächtigen wenig später bei einer sofortig ausgelösten Fahndung vorübergehend fest.

Die polizeibekannten Beschuldigten, die in der Vergangenheit bereits mit Stadionverboten durch den VfL Wolfsburg belegt wurden, werden noch am Donnerstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Die Geschädigten gaben bei ihrer Vernehmung an, dass sie kurz nach Mitternacht von einer etwa zehnköpfigen Gruppen in einem Hinterhof eines Mehrfamilienhauses angegriffen wurden.

Einsatzkräfte nahmen die Tatverdächtigen wenig später bei einer sofortig ausgelösten Fahndung vorübergehend fest.

Die polizeibekannten Beschuldigten, die in der Vergangenheit bereits mit Stadionverboten durch den VfL Wolfsburg belegt wurden, werden noch am Donnerstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

+++ Eintracht-Anhänger laufen nach Wolfsburg +++

Laufen für den guten Zweck heißt es auf Seiten der Braunschweiger. Für die Initiative "Friends for Life - Extrem- und Ausdauersport für soziales Engagement" machen sich einige Anhänger der Löwen zu Fuß auf den Weg ins knapp 30 Kilometer entfernte Wolfsburg.

+++ Wölfe-Fans setzen auf Zusammenhalt +++

Die Fans des VfL Wolfsburg setzen in der prekären Situation voll auf die Karte Zusammenhalt. Gemeinsam solle man für eine gigantische Stimmung sorgen, welche die Mannschaft tragen soll.

So können Sie die Relegation verfolgen:

TV + Livestream: ARD

Ticker: SPORT1.de und SPORT1 App

Radio: SPORT1.fm

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