München - Große Erfolge und kuriose Verwechslungen: Bayern-Kapitän Philipp Lahm verrät im exklusiven SPORT1-Interview die einprägsamsten Momente seiner Profilaufbahn.

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Große Erfolge, unvergessliche Momente und kuriose Verwechslungen: In seiner beeindruckenden Karriere, die am Samstag zu Ende geht, hat Philipp Lahm viel erlebt.

Im exklusiven SPORT1-Interview spricht der Kapitän des FC Bayern München über die Höhepunkte seiner Profilaufbahn und benennt vor seinem letzten Spiel gegen den SC Freiburg Lieblingsgegner, Lieblingsstadion und Lieblingsschafkopfspieler beim FCB. Zudem verrät er, an welches Spiel er überhaupt nicht gern zurückdenkt.

Das Interview ist ab 18.30 Uhr in Bundesliga Aktuell auf SPORT1 im Free-TV zu sehen.

Philipp Lahm über...

...sein bestes Spiel als Profifußballer:

"Die zweite Halbzeit im Europameisterschaftsfinale 2008 (lacht), da habe ich nicht mehr gespielt. Ich hatte mehr als 500 Spiele, da können vielleicht die SPORT1-Zuschauer abstimmen, was mein bestes war."

...sein schlechtestes Spiel als Profifußballer:

"2008, das EM-Finale, die erste Halbzeit."

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Seinen Final-Auftritt bei der EM 2008 hat Philipp Lahm in schlechter Erinnerung © Getty Images

...sein bekanntestes Tor:

"Das Eröffnungstor bei der WM 2006."

...seinen Lieblingsgegenspieler:

"Unser Sohn zuhause. Das macht immer Spaß, wenn er mich ausspielt. Der Jubel danach ist immer genial."

...seinen Lieblingsgegner:

"Real Madrid. Das waren immer große Schlachten."

...sein Lieblingsstadion neben der Allianz Arena:

"Das Bernabeu in Madrid. Ich finde es super, wir haben viele Spiele dort erlebt. Das Stadion ist sehr gut gebaut, alle sind sehr nah am Spielfeld."

...Lieblingsschafkopfspieler beim FC Bayern:

"Claudio Pizarro, weil er immer am Monatsende zahlen musste (lacht)."

...seine Schafkopfrunde:

"Nach meiner Karriere ab Sommer muss ich ab und zu mal Freitag im Teamhotel vorbeischauen, ich liebe Schafkopf. Ihnen fehlt ein vierter Spieler und ich muss noch nebenbei ein bisschen Geld verdienen. Aktuell gehören dazu Manuel Neuer, Thomas Müller, Mats Hummels und meine Wenigkeit."

...seinen Nachfolger in der Schafkopfrunde:

"Es gibt keinen, das ist ja das Problem. Josch (Joshua Kimmich, Anm. d. Red.) interessiert es eigentlich, er hat bissl zugeschaut, die anderen drei schauen auf dem Transfermarkt, was ist möglich, damit wir wieder einen vierten Schafkopfspieler bekommen."

...nervige Journalistenfragen:

"Erst war es Links- oder Rechtsverteidiger, dann die Frage, ob Rechtsverteidiger oder Mittelfeld. Das waren irgendwann nervende Fragen. Die Frage, die mir nie gestellt wurde, war, ob ich für Manu ins Tor gehe (lacht)."

...seinen Lieblingstrainer:

"Bei Gern war mein Vater Co-Trainer. Das ist etwas Schönes, auf der anderen Seite steht da der Vater... Aber da gab es viele schöne Momente, als mein Vater Trainer war. Jeder Trainer prägt einen, ich habe hier im Verein viele erlebt, da kann ich nicht einen nennen."

...Ausdauerläufe:

"Da hatte ich nie Probleme, weil ich ja mit dem Tiger (Hermann Gerland, Anm. d. Red.) einen guten Start in den Erwachsenenfußball hatte."

...seinen Lieblingskabinen-Nachbar:

"Markus Husterer in der Jugend. Er hat dann auch den Sprung zu den Profis geschafft, er war mein Sitznachbar. Wir waren sehr gut befreundet, in der Zeit verbringt man die meiste Zeit auf dem Bayern-Gelände, da ist ein guter Freund wichtig, den hatte ich mit dem Markus. Wir haben heute immer noch Kontakt."

...sein schönstes Erlebnis im Sport:

"Der Triplesieg und natürlich im Maracana Weltmeister zu werden. Auch Vertragsverlängerungen oder der erste Profivertrag, das ist schon etwas Besonderes."

...sein kuriosestes Erlebnis:

"Mich hat mal jemand angesprochen, ob ich nicht der Bruder von Philipp Lahm bin."

…sein schlimmstes Erlebnis:

"Verletzungen sind nichts Schönes. Dann hatte ich mal einen Hubschrauberflug mit meiner Frau vor fünf Jahren, mit viel Wind, das war keine gute Kombination für mich."

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