Julian Nagelsmann führte die TSG Hoffenheim in den Europapokal © Getty Images

Julian Nagelsmann kritisiert die aktuelle Länge der Transferperiode. Hoffenheims Coach macht einen Vorschlag, der vor allem den Trainern das Leben leichter macht.

Julian Nagelsmann hat sich für eine radikale Veränderung der Transferperiode ausgesprochen. Dem Trainer der TSG Hoffenheim gehe das aktuelle System zu lang.

"Der Transfermarkt ist total schleppend. Das ist auch eine Beraterentwicklung. Die Berater warten bis ultimo, da gibt's die meiste Kohle", bemängelte Nagelsmann.

Der 29-Jährige plädiere daher für ein früheres Ende der Wechselfrist als den 31. August.

Späte Transferfrist stört Vorbereitung

"Bis 31. Mai - und dann ist finito", schlug Nagelsmann vor. Dann könnten die Trainer zumindest eine vernünftige Vorbereitung absolvieren. "Wann willst du denn da mit der kompletten Mannschaft trainieren?", fragte der TSG-Coach, der mit dem Bundesliga-Vierten im Sommer noch die Qualifikationsspiele zur Champions League absolvieren muss.

Durch das späte Ende der Wechselfrist kämen einige Spieler erst Ende Juli zur Mannschaft. "Dann hab' ich mit dem Hausmeister trainiert, mit der Waschfrau und mit 18 U23-Spielern", kritisierte Nagelsmann: "Dann wundern sich die Zuschauer, dass nur so ein Gebolze zustande kommt."

Stress für Trainer

Für die Trainer sei die lange Transferperiode zudem eine enorme Belastung. "Das ist ja völliger Wahnsinn. Man hat vielleicht gerade mal vier Tage, an denen man nicht dauernd was am Handy macht", meinte Nagelsmann.

Der 29-Jährige sieht jedoch keine schnelle Besserung: "Die FIFA werde ich nicht revolutionieren."

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