Christian Streich verabschiedete Philipp Lahm persönlich © Getty Images

Christian Streich kritisiert die Feierlichkeiten des FC Bayern beim Spiel gegen seinen SC Freiburg. Die Programmpunkte seien unangebracht gewesen.

Der FC Bayern feierte zum Saisonabschluss ausgelassen die Meisterschaft und die Karriere von Philipp Lahm und Xabi Alonso.

Da geriet das letzte Saisonspiel gegen den SC Freiburg fast schon zur Nebensache. Das verärgerte jedoch SC-Trainer Christian Streich. Vor allem der Auftritt von Popstar Anastacia in der Halbzeitpause stieß dem 51-Jährigen sauer auf.

"Es war ein Fußballspiel und das Fußballspiel war von allem, was ich gesehen habe, das Tollste", so Streich: "Ohne diesen Künstlern zu nahe zu treten. Aber das ist ein Fußballstadion und wenn du dann als Mannschaft acht Minuten warten musst, ist das Wahnsinn."

Langes Warten auf Wiederanpfiff

Der Anpfiff der zweiten Halbzeit verzögerte sich durch den Auftritt der Popsängerin - vor allem auch weil der Auf- und Abbau der Bühne auf dem Rasen länger als geplant dauerte.

Im Gegensatz zum FC Bayern ging es für Freiburg in der Partie dabei noch um die Teilnahme an der UEFA Europa League. Nicht auszudenken, wenn die Vorzeichen anders herum gewesen wären. "Aber da wollen wir besser gar nicht drüber nachdenken", kommentierte Streich.

Der 51-Jährige verriet zudem, dass Bayerns Arjen Robben mit ihm fühlte: "Er ist zu mir gekommen und hat gesagt: Das geht nicht. Das ist für euch doch echt scheiße."

Keine Kritik an Lahm und Alonso

Bereits der Anpfiff hatte sich durch das Rahmenprogramm im Vorfeld verzögert, da der Rekordmeister unter anderem auch noch Lahm und Alonso verabschiedet hatte.

Dass die beiden Stars bei ihren Auswechslungen lange gefeiert wurden, nahm Streich allerdings explizit von seiner Kritik aus. "Das muss genauso sein", sagte Streich. "Diese Spieler sind die Krone des Fußballs, auch von ihren Persönlichkeiten her."

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