Hans-Joachim Watzke
Hans-Joachim Watzke und der BVB stehen am Ende einer schwierigen Saison © Getty Images

Hans-Joachim Watzke hadert mit der Erklärung für den Anschlag auf den BVB-Bus. Der Aufwand lohne sich nicht, er erwägt einen Besuch bei dem Attentäter.

Hans-Joachim Watzke hat das Motiv des Attentäters Sergej W. in Frage gestellt.

Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund bezweifelt, dass der Deutsch-Russe ausschließlich aus Habgier einen Bomben-Anschlag auf den BVB-Bus verübt hat.

"Das kommt mir sehr obskur vor. Ich finde das wirklich krank, total ballaballa", sagte Watzke bei einer Talkrunde im Berliner Axel-Springer-Haus. Der logistische Aufwand lasse sich nicht mit den Aussichten auf einen möglichen Gewinn von 200.000 Euro vereinbaren. 

Besuch im Gefängnis?

"Du musst das Material für die Bombe beschaffen, musst sie bauen, musst sie platzieren. Gepaart mit der Ungewissheit, ob das alles wirklich so kommt wie geplant, und mit dem Risiko, einen Großteil deines Lebens im Gefängnis zu verbringen. Für 200 000 Euro? Das ergibt für mich keine innere Logik", erklärte Watzke seine These.

Was den Attentäter stattdessen motiviert haben solle, könne er nicht sagen. Er sei sich jedoch nicht sicher, dass nicht noch andere Bewegtgründe eine Rolle gespielt hätten:" Oder der Typ ist wirklich komplett durchgeknallt."

Nicht zuletzt wegen der eigenen Ungewissheit erwägt er offenbar, den inhaftierten Angreifer im Gefängnis zu besuchen: "Das habe ich mir auch schon überlegt. Lust hätte ich schon irgendwie."

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