Nach dem Zwist mit Boss Watzke versuchte der BVB-Coach offenbar, die Mannschaft auf seine Seite zu ziehen. Rückhalt ist da - es gibt jedoch auch Kritiker. Sie stören sich an Tuchels Macken.

Thomas Tuchel droht ein baldiges Ende als Trainer von Borussia Dortmund. Trotz der Aussicht auf einen Pokalerfolg scheinen die Gräben zwischen ihm und Hans-Joachim Watzke, seinem Vorgesetzten, zu groß geworden zu sein.

Rückendeckung genießt der 43-Jährige allerdings von seiner Mannschaft - zumindest in Teilen. Wie die Sport Bild berichtet, soll Tuchel seinem Team vor dem 33. Spieltag gegen den FC Augsburg die Vertrauensfrage gestellt haben.

Dem Bericht zufolge entschuldigte er sich bei seinen Profis dafür, dass sie in den Zwist zwischen ihm und Watzke gezogen worden seien. Tuchel soll seine Spieler gefragt haben, ob jemand ein Problem mit ihm oder seinem Trainerteam habe. Negative Reaktionen sind laut des Berichts ausgeblieben.

"Zwischen mir und der Mannschaft herrscht maximales Vertrauen. Sonst wäre so eine Leistung, wie wir sie bringen, auch nicht möglich", sagte Tuchel nach dem 4:3-Erfolg am letzten Spieltag gegen Bremen.

Geteilte Meinungen in der Mannschaft

In der Sport Bild lobte Weltmeister Matthias Ginter: "Aus sportlicher Sicht ist er ein Top-Fachmann. Was er taktisch drauf hat, habe ich noch nie erlebt. Seine Gegner-Analyse ist hervorragend, genau wie die Trainingssteuerung. Er hat wirklich alles, was man braucht."

Allerdings gibt es dem Bericht zufolge auch einige Tuchel-Kritiker beim BVB - sowohl in, als auch außerhalb der Mannschaft. Glaubt man das, was die Sport Bild unter Berufung auf Klubkreise berichtet, dann lauten die Hauptvorwürfe an Tuchel: seine fehlende Kritikfähigkeit und Identifikation mit dem Verein, seine Launen und sein mitunter divenhaftes Verhalten gegenüber Angestellten.

Zukunft weiter offen

Auch wenn Tuchel am Samstag im DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt (ab 20 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) den ersten Titel seit 2012 für den BVB einfahren sollte - eine Zukunft bei den Schwarz-Gelben trotz seines bis 2018 laufenden Vertrages ist ungewiss. In der kommenden Woche soll ein klärendes Gespräch mit den Bossen stattfinden.

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