Bremen - Mit Werder Bremen befindet sich Alexander Nouri auf einer Erfolgswelle. Im SPORT1-Interview spricht der Trainer über den Abstiegskampf, offene Verträge und Spaziergänge mit seinem Hund.

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Seit vergangenem Herbst ist Alexander Nouri als Cheftrainer für Werder Bremen verantwortlich.

Nach einigen Auf und Abs in der Hinrunde hat sich der Nordklub im Jahr 2017 stabilisiert und nach einem starken Zwischensprint auf Platz 13 verbessert.

Obwohl der ersehnte Klassenerhalt näher rückt, ist die Vertragsverlängerung von Nouri offen - ebenso wie die von Nationalspieler Serge Gnabry.

Im SPORT1-Interview spricht Nouri über seine Zukunft und die von Gnabry, den Abstiegskampf und Spaziergänge mit seinem Hund.

Alexander Nouri über...

einen Verbleib von Serge Gnabry:

"Er spürt hier ein großes Vertrauen. Ich bin sehr optimistisch, dass er diesen Weg hier fortführen möchte. Wir freuen uns, dass er bei uns solche Leistungen abruft. Wir wissen, dass er sehr selbstkritisch ist und sich stetig weiterentwickeln will und dabei wollen wir ihn weiter begleiten."

dessen Verletzung:

"Serge Gnabry holt gerade noch differenzierte Diagnosen ein. Da müssen wir auf das konkrete Ergebnis warten und Geduld haben."

seine mögliche Vertragsverlängerung in Bremen:

"Wir wollen uns nach dem Klassenerhalt ganz in Ruhe zusammensetzen und dann die Zukunft besprechen. Für mich ist es jetzt viel entscheidender, den Moment zu beeinflussen und volle Energie in die Mannschaft und in den Klassenerhalt zu stecken."

die Emotionen im Abstiegskampf:

"So ein Kampf um den Klassenerhalt ist sehr intensiv. Das ist eine Prüfung für die Mannschaft, deren Teamspirit und Glauben an sich selbst. Ich kenne das Gefühl aus der letzten Saison, als wir mit der U23 auch bis zum Schluss um den Klassenerhalt gekämpft haben. Es wird entscheidend sein, dass wir weiter an uns glauben, uns Vertrauen erarbeiten und auf dem Platz als geschlossene Einheit auftreten."

die Gründe für die jüngste Erfolgsserie:

"Wir haben nichts anders gemacht. Allein die Ergebnisse haben sich zum Positiven gewendet. Aber der Glaube an unseren gemeinsamen Weg war immer da und wir haben uns auch nicht davon abbringen lassen. Unser konsequenter Weg wurde durch Punkte untermauert und belohnt. Wenn wir weiter diese geschlossene Einheit sind, können wir sehr optimistisch in die nächsten Wochen gehen."

den Umgang mit Rückschlägen:

"Es kommt darauf an, sich selber treu zu bleiben, dass man überzeugt von den Dingen ist, die man vermitteln will. Das muss auch die Mannschaft spüren. Wenn alle daran glauben und an einem Strang ziehen, kann man negative Phasen intern auch mit einer gewissen Gelassenheit überstehen und auf der anderen Seite aber auch am Boden bleiben, wenn es gut läuft, so wie gerade."

das Abschalten in schwierigen Situationen:

"Die Familie erdet einen natürlich. Ich bin grundsätzlich auch an vielen anderen Bereichen interessiert, die mich inspirieren. So kann ich schon gut abschalten. Und mit dem Hund gehe ich natürlich auch öfter spazieren. In unserer Nachbarschaft sieht man mich dann schon das ein oder andere Mal. Es ist eine französische Bulldogge. Bei den Spaziergängen mit Hund kann ich auch ganz gut reflektieren, den Tag einläuten oder irgendetwas nachbereiten."

die Stimmung in Bremen:

"Die Identifikation mit Werder ist unglaublich hoch. Es ist immer wieder faszinierend zu erleben, wie die Menschen diesen Verein lieben. Wenn ich mich in der Öffentlichkeit bewege, werde ich natürlich das ein oder andere Mal auf Werder angesprochen, aber bislang war das grundsätzlich immer positiv. Dann gehört es auch dazu, dass man mit dem ein oder anderen Fan zum Beispiel ein längeres Pläuschchen hält."

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