Leverkusens Trainer erntet im Volkswagen Doppelpass heftige Kritik für seine Analyse nach der Pleite beim BVB. Die Experten sehen seine Zukunft akut gefährdet.

Die Lage von Roger Schmidt spitzt sich weiter zu. Nach Meinung der Experten im Volkswagen Doppelpass, hat der Trainer keine Zukunft bei Bayer Leverkusen.

SPORT1-Experte Thomas Strunz äußerte heftige Kritik an Schmidts Außendarstellung nach der Pleite bei Borussia Dortmund. "Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wie sich ein Trainer nach einem 2:6 so präsentiert", monierte Strunz.

Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel hatte Schmidt die Leistung seines Teams als "guten Schritt in die richtige Richtung" bezeichnet.

Für den früheren Bundesliga-Trainer Thomas Doll "eine unglückliche Aussage". 

Bayer und Schmidt: "Da passt irgendwas nicht"

SPORT1-Kommentator Markus Höhner betonte, "eine völlig andere Wahrnehmung" vom Spiel gehabt zu haben. Konkret kritisierte er die Aufstellung von Schmidt: "Ohne Brandt, ohne Bellarabi, ohne Chicharito - das ist ein Signal an die Mannschaft. Die Leistung passte zu einer völlig passiven, demütigen Aufstellung", kritisierte Höhner.

Selbst Liga-Konkurrenten wie der FC Ingolstadt haben inzwischen Probleme bei Leverkusen und Schmidt ausgemacht. Harald Gärtner, Geschäftsführer der Schanzer, prangerte die fehlende Konstanz des Teams in dieser Saison an. "Da passt irgendwas nicht", sagte Gärtner im Volkswagen Doppelpass.

Für Weltmeister Lothar Matthäus stellt sich zwangsläufig die Frage nach Schmidts Zukunft. "Ich glaube, dass das seit längerer Zeit intern diskutiert wird", sagte Matthäus.

Schmidt? "Völler hat anderen Plan"

Für SPORT1-Experte Strunz hinkt Leverkusen "meilenweit hinter den eigenen Ansprüchen hinterher". Unter Schmidt sieht Strunz "kurzfristig keinen Weg" für einen Ausweg aus der Krise. Die Mannschaft bewege sich derzeit "im luftleeren Raum". 

Am Sonntagvormittag leitete Schmidt zunächst noch das Training, während sich die Klubbosse ab dem Mittag zurückzogen, um über die Zukunft des Trainers zu diskutieren.

SPORT1-Moderator Höhner ist sich jedoch sicher, "dass Rudi Völler spätestens Richtung Sommer einen anderen Plan verfolgt". 

Strunz rechnet sogar damit, "dass Leverkusen heute etwas macht".

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