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Guido Burgstaller begann seine Profikarriere 2007 beim FC Kärnten © Getty Images

München - Guido Burgstaller hat sich für Schalke 04 ausgezahlt. Er schießt beim Sieg gegen den FC Augsburg schon zum vierten Mal das Siegtor für die Königsblauen.

Sechs Tore in zwölf Pflichtspielen, vier davon Siegtreffer: Guido Burgstaller ist der Mann der Stunde beim FC Schalke 04.

In nur sieben Wochen hat sich der ehemalige Zweitliga-Torjäger vom 1. FC Nürnberg zum Transfer-Volltreffer für Königsblau entwickelt. Und zu einem der Hoffnungsträger für das Duell mit Borussia Mönchengladbach in der UEFA Europa League (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Schon beim 1:1 im Hinspiel traf Burgstaller. Heute wieder?

"Es ist Fakt, dass wir in der Vorrunde leider zu wenig Stürmertore erzielt haben und Stürmertore ergeben meistens auch Punkte", sagt Trainer Markus Weinzierl SPORT1: "Jetzt haben wir mit Guido Burgstaller vorne einen drin, der einen Lauf hat, der den Lauf aus Nürnberg mitgebracht und jetzt wichtige Tore erzielt hat. Ich hoffe, dass es so weiterläuft."

Burgstaller: "Ich mache nicht so viel anders"

In der jüngsten Liga-Partie gegen Augsburg (3:0) hatte der Österreicher, im Winter für 1,5 Millionen Euro verpflichtet, einen Doppelpack erzielt und zum vierten Mal das 1:0 für Schalke - zum vierten Mal siegten die Gelsenkirchener.

Manager Christian Heidel bewies mit dem Burgstaller-Transfer einen guten Riecher - und milderte damit Schalkes Krise entscheidend ab: In der Bundesliga und in der Europa League hat Weinzierls Team in diesem Jahr noch kein Spiel gewonnen, wenn Burgstaller es nicht in Führung brachte. Ohne seine Siegtreffer stünden die Königsblauen auf dem Relegationsplatz.       

"Ich mache nicht so viel anders als in der zweiten Liga", sagt Burgstaller selber: "Aber die Mitspieler haben jetzt andere Qualitäten. Du kriegst den Ball genau in den Lauf, genau vor die Füße."

Gladbachs Trainer Dieter Hecking ist gewarnt: "Er ist unbequem und in der Box sehr gefährlich, das zeichnet ihn aus."

Comeback in der Nationalmannschaft

Schon in Nürnberg hatte der Österreicher seinen Torriecher unter Beweis gestellt - mit 33 Treffern in 63 Zweitligaspielen. Für Nationaltrainer Marcel Koller waren sie lange kein Grund, den Stürmer zu berücksichtigen.

Seit seinem Debüt im Februar 2012 hat es der Kärntner lediglich auf neun Länderspiele mit 278 Einsatzminuten gebracht - nicht einmal durfte er die gesamten 90 Minuten auf dem Feld bleiben.

In den vergangenen dreieinhalb Jahren durfte er gar nur in zwei unbedeutenden Testspielen insgesamt 70 Minuten für Österreich spielen.     

Die Bundesliga-Tore für Schalke haben Koller jetzt aber überzeugt. Er nominierte den 27-Jährigen für das WM-Qualifikationsspiel gegen Moldawien und das anschließende Testspiel gegen Finnland Ende März.

Burgstaller mit "Gänsehaut am ganzen Körper"

Am Sonntag auf Schalke durfte Burgstaller vorzeitig vom Platz, genoss die Standing Ovations und Sprechchöre der knapp 60.000 Zuschauer.

"Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper", sagte er.

Gegen Gladbach will er Schalke den nächsten Gänsehaut-Moment bescheren.

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