Uli Hoeneß hat nicht viel für moderne Technik übrig. Der Präsident des FC Bayern hat keine E-Mail-Adresse und auch Smartphones sind ihm ein Graus.

Facebook, Instagram, Twitter - man mag es kaum glauben, aber all das gab es vor nicht allzulanger Zeit noch gar nicht. Ebenso wie Handykameras, die in den heutigen Smartphones zur Grundausstattung gehören.

Ein Graus für Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der solche technischen Errungenschaften nicht vermisste, als er selbst noch Spieler war.

Hoeneß vermisst Privatsphäre

"Die Jungs haben heute kein Privatleben mehr, weil sie total gläsern sind", sagte der 65-Jährige am Mittwochabend. "Dieses Handy ist ein totaler Scheiß für die Spieler. Ich habe auch eins, aber ich habe noch nie eine E-Mail verschickt und immer, wenn ich 100 Nachrichten habe, drücke ich auf 'Löschen', weil ich sie fast nie abhöre."

Den Computer zu Hause bediene seine Frau, bekannte Hoeneß, der durch den digitalen Entzug etwas Ruhe in seinem Privatleben findet.

Vor allem der Umgang mit öffentlichen Veranstaltungen wie dem Oktoberfest stößt dem Präsidenten sauer auf: "Wenn unsere Spieler die hundert Meter von einem Zelt zum anderen laufen, dann müssen sie ungefähr 300 Selfies machen. Sie haben keinerlei Intimsphäre mehr."

Und weiter: "Früher sind wir in irgendein Zelt, haben getrunken und gegessen, und dann sind wir auf allen Bahnen gefahren. Und wenn dann hinten einer rübergekotzt hat, war es gerade lustig. Jetzt stellen Sie sich das mal heute vor. Wir hätten das Zelt kaum verlassen, da würden schon zehn Kameras hinter uns her laufen. Und so eine Szene, wie ich sie gerade beschrieben habe, würde abends in der Tagesschau kommen."

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